Covid-19: Durchfall als Symptom

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Berlin - Husten und Fieber sind die häufigsten Symptome, die Betroffene die an Covid-19 leiden zeigen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es mitunter auch zu Kurzatmigkeit. Neben anderen grippe- und erkältungsähnlichen Symptomen wie Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Niesen, leiden einige Patienten während der Infektion auch unter Durchfall. Aktuellen Schätzungen zu Folge leiden fünf Prozent aller Erkrankten unter starker Diarrhoe.

In einer amerikanischen Studie wurde gezeigt, dass knapp die Hälfte aller Corona-Infizierten unter Bauchschmerzen litt. Diese äußerten sich neben Durchfall auch in Übelkeit oder Erbrechen. Erste Erkenntnisse lassen vermuten, dass es im frühen Verlauf einer Sars-CoV-2 Infektion eher zu Magen-Darm-Problemen kommt, als zu Atemproblemen. US-amerikanische Gastroenterologen werteten hierfür Daten von 204 Erkrankten aus der chinesischen Provinz Hubei aus – 48,5 Prozent litten insbesondere zu Beginn der Infektion unter Verdauungsbeschwerden.

Die Wissenschaftler verweisen darauf, dass Patienten, die neu auftretendes Fieber und Durchfall haben, aber noch keine Atemwegserkrankungen, durchaus getestet werden sollten. Dies gelte insbesondere, wenn Kontakt zu einem möglicherweise infizierten Menschen bestand. Die Studie zeigte, dass mehr Patienten ohne Verdauungssymptome geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten, als Patienten mit Verdauungssymptomen (60 Prozent gegenüber 34,3 Prozent).

Krankheitsverlauf

Sars-CoV-2-Viren vermehren sich hauptsächlich im Rachen, in vielen Fällen bleiben sie lokal im Hals und können vom Immunsystem bekämpft werden. In diesen Verläufen zeigen die Patienten kaum Symptome und überstehen die Infektion wie eine leichte Erkältung. Breitet sich der Erreger aber aus und gelangt in die unteren Atemwege, so kommt es zu einem deutlich schwereren Verlauf. Es kann eine atypische Lungenentzündung entstehen. Das Lungengewebe kann Anschwellen und es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen. Da die Abwehrzellen des Immunsystems die Viren zum Abtransport aufnehmen gelangen sie in das Gewebe zwischen den Lungenbläschen. Die Folge: Erkrankte klagen über Atemprobleme, tiefes Ein- und vollständiges wieder Ausatmen wird unmöglich. Unter Umständen muss eine künstliche Beatmung eingeleitet werden.

Aufgrund der hyperaktiven Immunreaktion könnte es auch an anderen Stellen im Körper zu Problemen kommen. Daher wird auch der Einfluss auf weitere Organe wie Darm, Leber oder Nieren derzeit erforscht. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben.

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