Verband: Zu wenig Arbeitsplätze für Apotheker

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Berlin - Der Verband angestellter Apotheker Österreich (VAAÖ) geht davon aus, dass die Zahl arbeitsloser Approbierter in Zukunft weiter steigen wird. Damit die meisten der angestellten Apotheker weiterhin einen Job bekommen, müssten die Tätigkeitsbereiche erweitert werden. Dennoch habe man in den vergangenen Jahren viel für seine Mitglieder erreichen können.

Während hierzulande händeringend sowohl Nachfolger für Apotheken als auch angestellte Approbierte gesucht werden, sorgt man sich im Nachbarland offenbar über die steigenden Arbeitslosenzahlen unter den Pharmazeuten. „Aufgrund des Outputs an den Universitäten und Zuzuges von ausländischen Apothekern kommt es zu wesentlich mehr Apothekern in Österreich“, sagte VAAÖ-Präsident Raimund Podroschko vor wenigen Tagen in einem Videoblog. „Selbst wenn wir den Level erhalten können, den wir jetzt haben, bekommen wir mehr arbeitslose Apotheker.“

Deshalb sollen Apotheker nach Ansicht von Podroschko, der auch Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer ist, ihre Tätigkeitsbereiche erweitern. Eine Lösung sehen die Funktionäre in Kooperationen mit sogenannten Primary Healthy Care Centern, Alters- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsarztpraxen oder mit Krankenkassen.

Fakt ist: Immer mehr österreichische Apotheker sind auf Jobsuche. Seit dem Jahr 2012 gibt es mehr Interessenten als offene Stellen. Nach Angaben der Kammer sind aktuell 168 Apotheker auf Jobsuche. Ihnen stehen 31 offene Stellen gegenüber. Im Januar 2016 erreichte die Zahl mit mehr als 180 arbeitssuchenden Pharmazeuten den Höchstwert.

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