Unternehmen teilweise mit 9 Milliarden US-Dollar bewertet

Der tiefe Fall der Bluttest-Königin Silvia Meixner, 29.04.2019 15:25 Uhr

Berlin - Sie war ein Darling der US-Start-up-Szene, dann kam der tiefe Fall. Elizabeth Holmes wollte mit ihrem Medizinunternehmen Theranos Bluttests quasi neu erfinden. Dann stürzte alles ab, gerade musste sie im kalifornischen San Jose vor Gericht erscheinen.

Das ist der Stoff, aus dem Wirtschaftsträume sind: Holmes brach ihr Studium an der US-Eliteuni Stanford ab, gründete mit 19 Jahren ihr Medizin-Start-up Theranos, wollte den Markt auf den Kopf stellen. Als Markenzeichen entschied sie sich für ein Kleidungsstück ihres Idols Steve Job. Der trug stets einen schwarzen Rollkragenpulli – Holmes auch.

Die Investoren fraßen der hübschen Blondine, die schnell Milliardärin wurde, quasi aus der Hand. Im Aufsichtsrat von Theranos saßen unter anderem der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger, Ex-Außenminister George Shultz, Ex-Verteidigungsminister James Mattis. Auch Medienmogul Rupert Murdoch wollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, in dieses sagenumwobene Unternehmen zu investieren. Zeitweise wurde Theranos mit neun Milliarden US-Dollar bewertet.

Im Jahr 2015 kürte das Time-Magazin sie zu einer der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt. Ihre Geschäftsidee: Menschen sollten ganz einfach zu Hause einen Bluttest durchführen können, ihr Blutanalysesystem nannte sie den „iPod des Gesundheitswesens“.

Mit nur einem kleinen Stich in den Finger sollte man zahlreiche medizinische Tests vornehmen können. So sollte man Enzyme, Antikörper und Drogen, Herpesviren und Krebsmarker im Blut erkennen können. Und das alles binnen weniger Stunden anstatt wie bisher in Tagen. Patienten und Investoren waren begeistert.

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