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Apothekerin wird Dekorateurin Eugenie Ankowitsch, 18.08.2018 09:23 Uhr

Berlin - Seit zwei Tage ist Apothekerin Dr. Saskia Korsatko in der Barbara-Apotheke im österreichischen Bärnbach zurück. Einen Monat lang drehte sich bei ihr alles um Dekoration. Konzeption, Farbe, Licht, Gestaltung: Die Apothekerin machte eine Intensivausbildung zur Dekorateurin. Doch sie will nicht etwa ihren Beruf als Apothekerin an den Nagel hängen. Vielmehr kommen ihre neuen Kenntnisse nun ihrer Apotheke zu Gute. Dort soll es nun mehr Wow-Erlebnisse geben.

Schon immer sei sie sehr kreativ gewesen, erzählt Korsatko. Nach dem Abitur entschied sie sich jedoch für ein Pharmaziestudium. Ihre kreative Seite musste seitdem ein Hobby-Dasein fristen. Neben ihrer Arbeit als Apothekerin besucht sie unterschiedliche Kurse, darunter Malkurse, Airbrush- und Grafik-Workshops. Auch in der Apotheke fiel alles, was mit Kreativität und Grafik zu tun hatte, in ihren Zuständigkeitsbereich, berichtet Korsatko. Ob Schaufenster-Dekoration oder Werbe-Flyer, die Apothekerin lebte ihre Kreativität, wo immer es ging, aus.

Ein Wunsch hegte sie allerdings: Eine richtige Ausbildung zur Dekorateurin. Doch dann kamen die Kinder und die Apothekerin konzentrierte sich auf die Familie und ihren Beruf. „Als die Kinder nun größer wurden, habe ich mir vorgenommen, endlich meinen Wunsch Realität werden zu lassen“, sagt Korsatko. Schon bald musste sie allerdings feststellen, dass es in Österreich gar keine richtige Ausbildung zum Dekorateur gibt. Deshalb beschloss die Apothekerin, eine Intensivausbildung zu machen, die als einmonatiger Kurs von der Wirtschaftskammer Tirol angeboten wird. Am Ende steht eine Abschlussprüfung, die Korsatko mit Bestnoten bestanden hat.

Der Organisationsaufwand war jedoch zunächst größer als gedacht. Da sie in der Apotheke ihres Mannes arbeitet, musste weit im Voraus abgestimmt werden, ob sie überhaupt einen ganzen Monat lang der Arbeit fern bleiben darf. „Es war außerdem Ferienzeit, in der auch andere Mitarbeiter gern Urlaub hätten“, weiß sie. Doch am Ende habe alles geklappt. Die Dienstpläne langfristig erstellt und alle Urlaubsslots zur Zufriedenheit aller verteilt. „Wichtig war auch, dass die Kinder versorgt werden“, betont sie. In den Sommerferien konnte es besser organisiert werden, da beispielsweise niemand sich um die Hausaufgabenbetreuung kümmern musste.

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