Natürliche Feuchthaltemittel

Wasserspeicher Hyaluronsäure Alexandra Negt, 18.02.2020 12:10 Uhr

Berlin - Hyaluronsäure ist ein langekettiges, lineares Polysaccharid, welches in vielen Geweben des menschlichen Körpers vorkommt. Das Glycosaminglycan kann sehr viel Wasser binden – nicht selten erreichen die einzelnen Molekülketten eine molare Masse von mehreren Millionen atomaren Masseneinheiten. In der Medizin findet der Stoff unter anderem bei Arthrose, Halsschmerzen und trockenen Augen Anwendung.

Hyaluronsäure kommt im menschlichen Körper fast überall vor. In höheren Konzentrationen tritt die Substanz in der Haut, in den Bandscheiben, in der Synovialflüssigkeit der Gelenke, im Knorpel, sowie im Glaskörper des Auges auf. Hyaluronsäure ist Bestandteil der extrazellulären Matrix. Neben des hohen Wasserbindungsvermögens ist das Polysaccharid äußerst druckbeständig. Als Teil der Gelenkflüssigkeit wirkt das Molekül als Schmiermittel. Dadurch, dass Hyaluronsäure-Moleküle relativ groß sind, entstehen Zellzwischenräume, die die Migration von neuen Zellen erleichtern.

Innerhalb der therapeutisch eingesetzten Hyaluronsäuren unterscheidet man nach Molekülgröße und Ausprägung der Quervernetzung. Je höher der Anteil an Sulfonbrücken zwischen den einzelnen Molekülen, desto fester wird die Quervernetzung und umso geringer fällt die Biokompatibilität aus. Je größer das Molekül, desto langsamer erfolgt eine Resorption.

Nutzen für Gelenke

Knorpelzellen und Gelenkschleimhaut bilden selbst Hyaluronsäure. Die Substanz hält die Gelenkflüssigkeit viskos. Damit fördert Hyaluronsäure die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen. Bei anhaltenden Entzündungen oder Abnutzungserscheinungen im Knie kann eine Injektion mit Hyaluronsäure die Schmerzen lindern – das „Schmiermittel“ wird wieder aufgefüllt. Kurzkettige, niedermolekulare Hyaluronsäuren eignen sich gut zur Behandlung von akuten Schmerzzuständen. Der Arzt injiziert diese Form auch in geschwollene Gelenke. Langkettige, hochmolekulare Hyaluronsäuren erhöhen die Gleitfähigkeit des Gelenkes langfristig. Je langkettiger die Säure, desto besser kann sie an den vorhandenen Gelenkknorpel binden. Da langkettige Moleküle eine Entzündung mitunter verstärken können, erfolgt die Behandlung nicht im Akutfall.

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