Verlauf von Sars-CoV-2

Nach Lockerungen: Zweite Welle in China? APOTHEKE ADHOC, 27.03.2020 10:41 Uhr

Berlin - Die vergangenen Tage machten zumindest in China etwas Hoffnung: In der Volksrepublik gab es keine neuen Fälle von Covid-19, erste Beschränkungen wurden daraufhin aufgehoben. Nun befürchten Experten jedoch eine zweite Erkrankungswelle: Grund dafür sind unter anderem erneut „importierte Fälle“.

Keine neuen Fälle in China

Am vergangenen Mittwoch und Donnerstag konnten die chinesischen Behörden keine neuen Corona-Fälle verzeichnen. In Wuhan wurden daraufhin die Regelungen gelockert. Britische Forscher gehen davon aus, dass die drastischen Maßnahmen wesentlich zur Eindämmung des Virus beigetragen haben. Sie warnen jedoch davor, dass es durch ein zu frühes Beenden der Beschränkungen zu einer zweiten Welle kommen könnte.

Spätere Lockerung könnte Gesamtinfektionen senken

Mithilfe von Modellrechnungen versuchten die Mathematiker, den weiteren Verlauf nachzustellen: Nach derzeitiger Planung der Lockerungen könnte es in etwa drei Monaten zum erneuten Anstieg kommen. Würden die Maßnahmen erst einen Monat später – also im April – gelockert werden, würde sich die Welle den Berechnungen zufolge erst im August einstellen und bis Oktober den Höhepunkt erreichen. Insgesamt könnte durch diese Verlagerung die Zahl der Gesamtinfektionen bis zum Ende des Jahres um 24 Prozent gesenkt werden. Die Forscher vermuten, dass klimatische Einflüsse und die Zahl der durchgeführten Tests dazu beitragen, ob es zu einer neuen Welle kommt oder nicht.

Importierte Fälle als Sicherheitsrisiko

Obwohl es innerhalb Chinas zu keinen Neuinfektionen gekommen ist, wurden Infektionen bei aus dem Ausland eingereisten Menschen gemeldet, wie der Nachrichtensender n-tv berichtet. Das Gesundheitsministerium in Peking habe gestern weitere 67 weitere „importierte" Fälle registriert. Bilanzen zufolge seien in den vorangegangenen 24 Stunden sechs Menschen im Inland von China an den Folgen einer Infektion mit Corona verstorben – fünf davon in der Millionenmetropole Wuhan.

Demnach könnte die Einreise von Infizierten ein Sicherheitsrisiko darstellen und ebenfalls dazu beitragen, dass es zu einer zweiten Erkrankungswelle kommt: Bislang seien insgesamt 541 solcher Fälle gezählt worden. Jeder, der nun nach China einreisen will, werde daher 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt. In Peking sollen noch strengere Regeln zum Einsatz kommen: Betroffene müssen sich während ihrer Quarantäne-Zeit in bestimmten Einrichtungen aufhalten – für die dadurch entstehenden Kosten müssen sie selbst aufkommen.

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