Immungedächtnis für mindestens acht Monate

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Berlin - Die Daten zur Immunität nach einer überstandenen Covid-Infektion sind derzeit noch relativ ungenau. Verschiedene Untersuchungen haben bereits versucht, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie lange Menschen geschützt sind. Einige Analysen zeigten, dass protektive Antikörper über drei Monate nachweisbar waren. Zwei neuere Studien ermitteln ein Immungedächtnis für mindestens acht Monate.

Häufig werden gebildete Antikörper als Indiz für eine Immunität gegen eine Erkrankung angesehen – auch bei Covid-19. Für eine Immunität sind jedoch nicht nur Antikörper von Bedeutung, sondern auch die Bildung von Gedächtniszellen im Blut. Eine Studie des La Jolla Institute for Immunology in Kalifornien nahm die einzelnen Komponenten genauer unter die Lupe. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Science“ veröffentlicht.

Insgesamt wurde bei der Untersuchung die Immunantwort von knapp 200 Covid-Patienten untersucht. Unter ihnen waren zwar viele milde, aber auch einige auch schwere Verläufe. Insgesamt wurden die Patienten über einen Zeitraum von bis zu acht Monaten überwacht und ihre Blutproben regelmäßig auf Antikörpertiter und Immunzellen untersucht. Insgesamt kamen dabei mehr als 250 Proben zusammen.

IgG-Antikörper über acht Monate stabil

Das Ergebnis: Der besonders interessante IgG-Antikörpertiter gegen das Spike-Protein von Sars-CoV-2 hielt sich auch sechs bis acht Monate nach der Infektion stabil, ebenso wie die Menge der T-Zellen, welche nur geringfügig abnahm. Betrachtet wurden auch die virusspezifischen CD4+- und CD8+T-Zellen: Sie zeigten eine Halbwertszeit von drei bis fünf Monaten. Die sogenannten B-Zellen, die gemeinsam mit den T-Zellen zum adaptiven Immunsystem gehören, stiegen im Verlauf der Kontrollen sogar an. Im Untersuchungszeitraum von fünf bis acht Monaten nach der Erkrankung konnten bei 95 Prozent der Teilnehmer noch drei von vier Immungedächtnis-Komponenten ermittelt werden.

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