Impfstoff-Herstellungsplattform

Corona-Impfstoff: Merck kooperiert mit Privatuni

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Berlin -

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck hat heute eine Erweiterung der bereits laufenden Kooperation mit der privaten Universität „Baylor College of Medicine“ bekannt gegeben. Gemeinsam wollen die beiden Partner eine Herstellungsplattform weiterentwickeln, um den Übergang zu klinischen Phase-I-Studien bei Covid-19-Impfstoffen zu beschleunigen.

Bisher gibt es für die Fertigung eines Impfstoffes gegen Covid-19 keine Standardvorlagen oder -prozesse. Die Produktion ist für alle Unternehmen, die sich aktuell an der Impfstoffsuche beteiligen, eine komplexe Herausforderung. „Die Impfstoffherstellung ist äußerst kompliziert. Daher arbeiten wir gemeinsam an einem Prozessentwicklungsansatz für die schnellere Produktion von Baylors Covid-19-Impfstoffkandidaten“, sagte Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Life Science. „Um diese Pandemie bekämpfen zu können, muss innerhalb kürzester Zeit Impfstoff in bislang ungekanntem Ausmaß produziert werden. Um dies zu schaffen, müssen so viele Ansätze wie möglich verfolgt werden.“

Bei der Entwicklung von Impfstoffen konzentriert sich Merck auf Lösungsansätze, die bereits bei Ebola zum Ziel geführt hatten: Man verstehe, wie der Impfstoff sich verhalte, wie man ihn herstelle und vervielfache, weil man mit dem Verfahren bereits Erfahrung habe, so Batra.

Die Produktionsprozesse zweier Covid-19-Impfstoffkandidaten sollen schnell vorangebracht werden. Unter den Wirkstoffkandidaten ist RBD219-N1 – er soll noch in diesem Jahr in die Phase der klinischen Prüfung eintreten. Merck werde innerhalb der bestehenden Kooperation dazu beitragen, die Produzierbarkeit im großtechnischen Maßstab zu beschleunigen. Allgemeine Schwerpunkte der Kooperation werden die Optimierung von Effizienz, Ausbeute, Skalierbarkeit und Kosten der Produktion sein.

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