Booster-Zertifikate: BMG wartet auf Stiko

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Berlin -

Laut dem Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko), Professor Dr. Thomas Mertens, soll die Empfehlung für Corona-Auffrischungsimpfungen bald ausgeweitet werden. Aktuell wird das Boostern nur bestimmten Personengruppen empfohlen. Bei einer generellen Empfehlung zur Auffrischimpfung könnte sich die Gültigkeit des Impfzertifikates verändern.

Noch wird die Auffrischimpfung nicht allen Menschen empfohlen. Priorisiert geboostert werden sollen nach aktueller Empfehlung Personen über 70 Jahre und Personen mit Immundefizienz. Auch Angestellte des Gesundheitswesens sollen sich sechs Monate nach der Grundimmunisierung erneut impfen lassen.

Verfall bisheriger QR-Codes ungeklärt

Sollte die Empfehlung zur Booster-Impfung ausgeweitet werden, stellt sich auch die Frage nach der Gültigkeit der bereits ausgestellten Impfzertifikate. Denkbar wäre, dass die QR-Codes nach sechs Monaten ihre Gültigkeit verlieren. Wer dann nicht geboostert ist, gilt als unvollständig geimpft. Darüber hinaus müsste auch die Frage geklärt werden, wie viel Zeit zwischen Zweit- und Drittimpfung vergehen darf, damit die Booster-Impfung zu einem vollständigen Impfschutz führt.

Aktuell empfiehlt die Stiko eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Imfpstoff. Wurde mit Comirnaty (Biontech) grundimmunisiert, soll auch mit Comirnaty geboostert werden (Epidemiologischen Bulletin 43/2021). Gleiches gilt für Spikevax (Moderna). Mehrere Studien deuten aber darauf hin, dass eine Auffrischimpfung mit dem jeweils anderen Vakzin eine höhere Antwort neutralisierender Antikörper hervorruft.

Das BMG gibt aktuell keine Einschätzung dazu ab, ob Impfzertifikate ihre Gültigkeit verlieren könnten. Hier warte man auf die Empfehlung der Stiko – erst dann würde man zu dieser Fragestellung Auskunft geben. Rein technisch verlieren die QR-Codes in der CWA und der CovPass-App nach zwölf Monaten ihre Gültigkeit. Was nach Überschreiten des technischen Ablaufdatums passiert, ist ebenfalls unklar.

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