Kappe ist pink statt lila

Biontech meldet Farbabweichungen

, Uhr
Berlin -

Ausgerechnet zum Launch der neuen Comirnaty-Variante meldet der Hersteller Biontech eine Panne bei den Kennzeichnung der Impfstoffe. Die bisherige Variante wird mit einer pinken statt violetten Kappe ausgeliefert.

Bei einigen Chargen von Comirnaty 30 μg/Dosis als Konzentrat zur Herstellung einer Injektionsdispersion weicht laut Hersteller die Kappenfarbe ab: Sie ist in diesen Fällen pink statt violett. Aufgrund der hohen Produktionsmengen komme es zu Farbvarianzen, so der Hersteller. Diese Abweichung habe keinen Einfluss auf die Qualität des Impfstoffs. Vials mit einer pinkfarbenen Kappe können ausgeliefert und der Impfstoff appliziert werden.

Die Meldung des Qualitätsmangels ist nicht erforderlich. Bestehen Zweifel an der Originalität eines Vials, kann die Charge beim Hersteller abgefragt werden.

In der Woche vom 31. Januar bis 6. Februar werden erstmals auch Vials mit der neuen Formulierung von Comirnaty ausgeliefert, nämlich 1,8 der insgesamt 4,5 Millionen Dosen. Der Impfstoff muss nicht mehr verdünnt werden und ist im Kühlschrank zehn Wochen haltbar. Apotheken und Praxen müssen auf den Verschluss der Durchstechflasche achten: Kunststoffkappe und Etikett sind grau statt lila und weisen darauf hin, dass es sich nicht um das Konzentrat handelt, das erst noch verdünnt werden muss. Beide Varianten sind für den Einsatz ab 12 Jahren gedacht.

Bei der Bestellung wird laut KBV weiterhin nur die Anzahl der Dosen angegeben; es wird nicht zwischen alter und neuer Formulierung unterschieden. Entsprechend kann es passieren, dass eine Praxis Comirnaty als Fertiglösung oder als Konzentrat erhält – und bei der nächsten Lieferung wieder den anderen Impfstoff. Die Umstellung erfolgt schrittweise und soll voraussichtlich im Mai oder Juni abgeschlossen sein.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch
Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Kommunen sollen nicht beim Bund bestellen
Corona-Impfstoffe: 178.000 Dosen verfallen in NRW »
Österreichs Pharmazeuten wollen impfen
Impf-Apotheken: Deutschland als Vorbild »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Großhandelskonditionen auf einen Blick»
Pharmazeutische Dienstleistungen
PharmDL: Warten auf den Schiedsspruch»
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»