Kopftuch-Streit in Apotheke

Schülerpraktikantin: Apothekerin als „Rassistin“ bezeichnet APOTHEKE ADHOC, 19.10.2018 15:06 Uhr

Berlin - Eine 15-Jährige bewirbt sich für ein dreiwöchiges Praktikum in einer Apotheke in Essen. Als die Inhaberin das muslimische Mädchen bittet, während der Arbeit das Kopftuch abzulegen, bekommt es einen Wutanfall und holt seinen Vater zu Hilfe.

Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) berichtet: „Bei der Suche nach einem Schülerpraktikum fällt die Wahl des Mädchens auf eine Apotheke, weil sie später gern Medizin studieren will. Und zunächst scheint auch alles glatt zu laufen.“ Die Apothekerin hat regelmäßig Schülerpraktikanten in ihrem Betrieb und bisher nur positive Erfahrungen gemacht.

Eine marokkanische Praktikantin habe beispielsweise nach Absprache mit der Chefin ihr Kopftuch morgens abgelegt und abends nach der Arbeit wieder angelegt. Deshalb bittet die Apothekerin die künftige Praktikantin Amne D. höflich, auch so vorzugehen. Die Bitte findet im Rahmen des Gespräches statt, in dessen Rahmen die Apothekerin das ausgefüllte Formular der Schule abstempeln will.

Was dann passiert, beschreibt die WAZ so: „Dieselbe Schülerin, die die Apothekerin zuvor als ein intelligentes, freundliches Mädchen erlebt hat, habe sich nach der Bitte um den Kopftuch-Verzicht schlagartig verwandelt. ‚Sie war aufgebracht und wurde aggressiv‘, erinnert sich die Apothekerin. Den Schleier abzulegen, habe die 15-Jährige kategorisch abgelehnt.“

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte