Zytoskandal

Pfusch-Apotheker streitet mit Whistleblower APOTHEKE ADHOC, 25.05.2017 08:52 Uhr

Berlin - Zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft, zehntausende Sterilrezepturen gepanscht zu haben, schweigt Peter S. Doch im Arbeitsprozess gegen seinen ehemaligen Mitarbeiter Martin L., der seinen Fall zur Anzeige gebracht hatte, erschien er jetzt vor Gericht. S. hatte L. fristlos gekündigt, nachdem dieser den Ermittlern von den Zuständen in der Bottroper Apotheke berichtet hatte.

Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet, wird am Gelsenkirchener Arbeitsgericht über die fristlose Kündigung gestritten. Zwei Vollzugsbeamte begleiteten demnach den Apotheker, in dessen Fall die Staatsanwaltschaft Essen sowie die Anwältin mehrerer Opfer demnächst Anklage erheben wollen.

Im Arbeitsprozess machte die Richterin laut WAZ-Bericht deutlich, dass die Kündigung als Reaktion auf die Anzeige kaum Erfolgschancen haben werde. Der Mitarbeiter habe nicht nur das Recht, sondern womöglich sogar die Pflicht gehabt, sich an die Strafverfolgungsbehörden zu wenden. „Whistleblowing“ rechtfertige keine Kündigung. Laut Bericht hatte sich der Angestellte zu Hause in das Netzwerk der Apotheke eingeloggt und mehrere 100 Kopien von Geschäftsunterlagen angefertigt.

S. hatte die Kündigung laut WAZ allerdings auch mit anderen Pflichtverletzungen begründet. So habe er als kaufmännischer Leiter zu verantworten, dass Rechnungen offen geblieben und Mahnschreiben in Verzug geraten seien. Außerdem habe er privat Medikamente gekauft, ohne sie bislang zu bezahlen. An eine Absprache, den Betrag mit den vielen Überstunden zu verrechnen, wollte sich der Apotheker laut Bericht nicht erinnern. Da der Angestellte einen Vergleich mit Abfindung ablehnt, müssen laut WAZ nun die Richter entscheiden.

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