NGDA: Securpharm wird teurer | APOTHEKE ADHOC
Preisanpassung bei Apothekenserver

NGDA: Securpharm wird teurer

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Berlin -

Apotheken müssen für die Nutzung von Securpharm mehr Geld bezahlen. Wie die zur Abda-Tochter Avoxa gehörende Netzgesellschaft Deutscher Apotheker (NGDA) mitteilt, müssten Preissteigerungen für den Betrieb weitergegeben werden.

„Der Securpharm-Apothekenserver wird in einer hochverfügbaren und sicheren Rechenzentrums-Infrastruktur betrieben“, erklärt Geschäftsführer Christian Krüger. „Im Rahmen der allgemeinen Preissteigerungen steigen auch hier die Kosten für den Betrieb von IT-Systemen. Dieser Entwicklung können auch wir uns nicht verschließen, so dass im Jahr 2023 eine moderate Preisanpassung für alle Nutzer des Systems erfolgen wird.“

Konkret steigt die Nutzungsgebühr des Securpharm-Apothekenservers ab Januar auf 11,90 Euro zuzüglich Umsatzsteuer pro Monat, also 142,80 Euro pro Jahr. Aktuell sind es 120 Euro pro Jahr. Abgerechnet wird die neue Gebühr erstmalig bei der ersten Rechnungslegung im Jahr 2023.

Neue Funktionalitäten

Allerdings stellt Krüger auch mehrere Funktionserweiterungen in Aussicht, die im Verlauf des kommenden Jahres zur Verfügung gestellt werden sollen:

  • Hinweise zu Rückrufen würden inhaltlich deutlich erweitert.
  • Bei Alarmen werde eine Möglichkeit zur anonymen Kommunikation mit dem jeweiligen Hersteller geschaffen.
  • Nicht-kritische Alarme etwa durch Handlingsfehler würden künftig automatisiert bewertet und geschlossen und damit der Aufwand reduziert.
  • Bei deaktivierten, aber nicht abgegebenen Hochpreisern soll durch ein neues Reporting der versehentliche Ablauf der Rückbuchungsfrist vermieden und damit das kaufmännische Risiko verringert werden.

Umfassend weist die NGDA auch noch einmal auf die Bedeutung des eigenen Angebots hin: Der Apothekenserver ermögliche seit Inbetriebnahme im Februar 2019 die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung und Ausbuchung von verifizierungspflichtigen Arzneimitteln „mit dem besonderen Vorteil der Wahrung Ihrer Anonymität gegenüber der Pharmazeutischen Industrie und anderen Beteiligten“.

Keine Entwicklungskosten

Nach wie vor würden technische Änderungen und Anpassungen an der Schnittstelle vorgenommen. „NGDA übernimmt hierbei die wichtige Aufgabe, die notwendigen Anpassungen nach Möglichkeit ausschließlich in unseren Systemen durchzuführen und somit den Anpassungsbedarf der über 100 verschiedenen Softwaresysteme in deutschen Betriebsstätten auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Das reduziert die Entwicklungs- und Wartungsaufwände für Ihre Softwarelieferanten und trägt dazu bei, dass Ihnen keine vermeidbaren zusätzlichen Entwicklungskosten weitergegeben werden.“

Der Server selbst stehe im Jahresmittel zu 99,98 Prozent zur Verfügung. „Hierfür arbeiten wir mit renommierten Partnern für die Entwicklung und den Betrieb des Systems. Neben der Ausfallsicherheit genießt die Sicherheit der Information einen besonders hohen Stellenwert.“

Der Betrieb des Apothekenservers für Securpharm ist nur eine Lösung, die die Abda bei der NGDA angesiedelt hat. Über N-Ident haben Apotheken eine verifizierte Schnittstelle zu digitalen Angeboten anderer Unternehmen. So können etwa die Betriebserlaubnis übermittelt oder an Couponing-Aktionen teilgenommen werden. Auch das Online-Vertragsportal (OVP) und die Medizinprodukteverwaltung der Landesapothekerverbände können so genutzt werden.

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