Masken für Risikopatienten: Das denken die Apothekenteams

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Berlin - Bremen hat es vorgemacht, bald sollen Apotheken in ganz Deutschland FFP2-Masken an Risikopatienten verteilen. Die Apothekenteams sehen der neuen Aufgabe mit gemischten Gefühlen entgegen, wie eine aktuelle aposcope-Umfrage zeigt.

Grundsätzlich befürworten die Apothekenteams die Ausgabe von Schutzmasken an Risikogruppen: Drei von vier Apothekern und zwei von drei PTA halten dies für eine sinnvolle Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie und zur Versorgung besonders gefährdeter Patienten. Entsprechend sind auch zwei Drittel überzeugt, dass die Risikogruppen das Angebot annehmen werden.

Aber wie sollten die Masken verteilt werden? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Am häufigsten genannt werden Anlaufstellen wie Bürgeramt/Rathaus/Gesundheitsamt (57 Prozent) oder zentrale Ausgabestelle auf öffentlichen Plätzen (51 Prozent). Dahinter folgen aber auch schon Apotheken (45 Prozent) – mit weitem Abstand vor Arztpraxen (22 Prozent) sowie Supermärkten und Lebensmittelgeschäften (13 Prozent) und Drogeriemärkten (7 Prozent).

Diejenigen Kollegen, die der Abgabe in der Offizin aufgeschlossen gegenüber stehen, sehen als positive Aspekte, dass Ansehen und Vertrauen gegenüber den Apotheken gestärkt werden und dass Kunden in die Apotheke gebracht werden (82, 86 und 60 Prozent). Selbst bei Teilnehmern, die nicht dafür sind, sieht jeder vierte diese positiven Nebeneffekte.

Umgekehrt sehen die Skeptiker vor allem den zu erwartenden Ansturm als Problem: 86 Prozent rechnen mit Warteschlangen und einem dadurch erhöhten Infektionsrisiko, 79 Prozent mit einem erhöhten Personalaufwand als Folge des erhöhten Kundenaufkommens. Diese Herausforderungen sehen übrigens auch 62 Prozent derjenigen, die für die Abgabe in Apotheken sind. Insgesamt rechnen 80 Prozent damit, dass der normale Geschäftsbetrieb durch Warteschlangen und Anrufe beeinträchtigt würde.

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