Coronavirus: Gerüchte um Apotheken

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Berlin - Hunderte unter Quarantäne in NRW, die deutsche Industrie fürchtet Folgen für die Konjunktur, mindestens 15 europäische Länder sind inzwischen betroffen: Das neuartige Coronavirus verändert die Welt. Und die ersten Gerüchte machen die Runde, auch zu Apotheken.

Nach den ersten Ausbrüchen des neuartigen Coronavirus steht Deutschland am Beginn einer Epidemie. In mehreren Bundesländern wird intensiv nach möglichen Sars-CoV-2-Infizierten gesucht. Nach den bisher bekannten Zahlen ist das neue Virus laut Robert Koch-Institut (RKI) tödlicher als die Grippe. Wie viel höher die Sterberate sei, sehe man erst nach dem Ende der Epidemie, sagte Präsident Professor Dr. Lothar Wieler. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) richten einen Corona-Krisenstab ein.

Mittlerweile machen die ersten Gerüchte die Runde: In Berlin hieß es etwa, dass in der Charité mehr als 100 Verdachtsfälle behandelt würden. Bei der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung bestätigte man, dass es zwar Informationen zu 152 Abklärungsfällen gebe. Doch bis auf 28 Fälle, in denen die Ergebnisse noch nicht vorlägen, seien alle Laboranalysen negativ gewesen. Die Kriterien des RKI erfüllten ohnehin nur drei dieser Fälle, die deshalb dort auch gemeldet worden sind. Diese waren ebenfalls alle drei negativ.

Aus der in NRW betroffenen Gemeinde Heinsberg kam gestern über RP Online die Meldung, dass zahlreiche Apotheken wegen möglicher Ansteckungsgefahr nur noch durch die Notdienstfenster bedienen. Nach Rückfragen bei den betroffenen Inhabern kristallisiert sich heraus: Die Apotheken waren am Mittwochnachmittag einfach geschlossen, Patienten wurden im Notdienst versorgt.

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