Westfalen-Lippe

Apotheke 2.0: Modellprojekt in Steinfurt gestartet APOTHEKE ADHOC, 12.06.2019 11:56 Uhr

Ein zweites Beispiel ist laut AVWL das patientenindividuell Verblistern. Wenn ältere Patienten mehrere Arzneimittel einnehmen müssen, zu verschiedenen Tageszeiten, manche davon vielleicht nur einmal pro Woche, kommt es schnell zu Fehlern, weiß Daka. „Mal wird etwas vergessen, mal werden die Packungen verwechselt und der Blutdrucksenker abends statt morgens eingenommen – mit riskanten Folgen“, so der Apotheker. Pflegende Angehörige kostet es vor allem Nerven, professionelle Kräfte Zeit, die Medikamente mehrmals täglich zusammenzustellen. Mit Hilfe einer digitalen Plattform kann der Apotheker für seine Patienten die richtige Portion für die richtige Tageszeit automatisiert zusammenzustellen.

„Das entlastet Pflegekräfte, die sich dann auf ihre eigentliche pflegerischen Tätigkeiten konzentrieren können“, ergänzt Dr. Olaf Elsner. „Es entlastet aber auch pflegende Angehörige sowie ambulante Dienste und ermöglicht Patienten, die noch fit sind, jedoch mit den Arzneien durcheinander kommen, länger zu Hause zu bleiben, statt einen Heimplatz zu benötigen“, fügt er hinzu.

In Zukunft sei es sogar vorstellbar, dass die Apotheke vor Ort nicht mehr für jeden Patienten passend die Arzneimittel verblistert, sondern mit einem 3D-Drucker individuell die richtige Tablette mit allen Wirkstoffen herstellt. Ein weiterer Ansatz sind smarte Tabletten, welche die notwendigen Wirkstoffe zum korrekten Zeitpunkt freisetzen. So schilderten Alina Behne und Christian Fitte von der Uni Osnabrück künftige Möglichkeiten der Digitalisierung, die sie im Rahmen des Projektes am Fachgebiet für Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik untersuchen. Ferner biete die Digitalisierung – beispielsweise die digitale Gesundheitsakte sowie Internet-of-Things-Technologien – das Potenzial, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens wie Apothekern, Ärzten und Pflegediensten sowie die Kommunikation mit den Patienten zu verbessern. Beide erarbeiten in dem Projekt Handlungsempfehlungen für Apotheken zu digitalen Möglichkeiten. Dabei gilt der Grundsatz: Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern soll Prozesse zielgerichtet unterstützen und vereinfachen.

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