Ärzte wollen kein AstraZeneca: Krisensitzung im BMG

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Berlin - Es wird eng: Immer mehr Ärzt:innen geben zu, dass sie nicht den Impfstoff von AstraZeneca bestellen wollen – mit Folgen für die Apotheken. Die Abda wird darüber noch heute im Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit allen Beteiligten sprechen. Apotheken sollen die Impfstoffbestellung zurückhalten.

Die Unruhe um Vaxzevria reißt nicht ab. Kurz vor Bestellschluss des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca am morgigen Dienstag um 12 Uhr wird das Lager der Kritiker größer. Die Abda informiere darüber, dass sich die Hinweise mehrten, wonach Praxen Apotheken angekündigt hätten, den Impfstoff nicht abzunehmen beziehungsweise ausdrücklich nur Comirnaty zu bestellen.

Apotheken befürchten, auf den Bestellungen sitzen zu bleiben: „Im ersten Fall laufen die Apotheken Gefahr, dass die Ärzt:innen den Impfstoff von AstraZeneca nicht abnehmen, sich somit die Frage des weiteren Verfahren in der Apotheke stellt“, teilt etwa die Kammer in Sachsen-Anhalt mit. „Im zweiten Fall stellt sich unmittelbar die Frage, wie die Apotheke bestellen soll, da das Kriterium jeweils in etwa gleiche Menge an Vials der beiden Impfstoffe pro Arztpraxis nicht erfüllt wird.“ Bestellten die Apotheken entsprechend ausschließlicher Bestellungen der Ärzte nur Comirnaty von Biontech, habe dies Auswirkungen auf die Verteilung der Impfstoffe, die möglicherweise in eine Schieflage gerate.

Es könne passieren, dass der für die KW 16 zur Verfügung stehende Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca nicht vollständig verimpft werde. Die Abda werde das Problem heute mit dem BMG und allen anderen Beteiligten besprechen, heißt es in dem Schreiben. Apotheken werden unterdessen aufgefordert, die Impfstoffbestellung bis zur letzten Möglichkeit – also am Dienstag um 12 Uhr – zurückzuhalten.

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