80.000 Euro Schaden: Apothekerpaar angeklagt

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Berlin - Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen hat ein Apothekerpaar aus Brandenburg wegen bundesweiten Betrugs mit gefälschten Rezepten angeklagt. Es handele sich um 45 Betrugsfälle und einen Schaden von rund 80.000 Euro. Der Fall war im Mai publik geworden.

Einen entsprechenden Bericht von MDR Thüringen bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Anklage, die sich auch gegen eine Mitarbeiterin des Apothekerpaars richte, laute auf Betrug und Urkundenfälschung. Sie liege dem Amtsgericht Nordhausen vor.

Nach dem MDR-Bericht sollen die Angeklagten Rezepte für hochpreisige Medikamente mit offenbar gestohlenen Patientendaten ausgestellt haben. Für die gefälschten Rezept sollen sie Patienteninformationen aus einer Datenbank für Ärzte gestohlen haben, hieß es zuvor. Diese Rezepte seien dann bundesweit bei Apotheken eingelöst worden, in Thüringen unter anderem in Weimar, Gera, Nordhausen, Meiningen und Waltershausen.

Die so erlangten Medikamente sollen über die Apotheke einer der Hauptbeschuldigten abgegeben und bei den Krankenkassen abgerechnet worden sein. Die Apotheke sei auch als Großhändler für andere Apotheken aufgetreten und habe sie dort weiterverkauft. Laut dem MDR soll der Prozess am 24. Oktober beginnen. Es seien vier Verhandlungstermine angesetzt worden. Für eine Bestätigung war das Amtsgericht am Samstag nicht zu erreichen.

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