Abgabe von Kurzläufern

Verfallsdatum: Wie viel Restlaufzeit muss sein? APOTHEKE ADHOC, 04.12.2018 07:57 Uhr

Berlin - „Ich möchte eine Packung mit einem längeren Verfallsdatum.” Hat der Kunde einen Rechtsanspruch darauf oder ist es nur ein Wunsch, den Apothekenmitarbeiter erfüllen können? Wie lange sollte ein Arzneimittel nach der Abgabe noch haltbar sein? Ein Blick in das Arzneimittelgesetz (AMG) verrät, worauf in der Praxis zu achten ist. Auch die Apothekerkammer Berlin gibt Tipps zu Kurzläufern.

Chronische Erkrankung, Urlaub, sonstige Engpässe: Die Gründe dafür, dass Patienten Medikamente mit einem längeren Verfallsdatum wünschen oder benötigen, können vielfältig sein. Aus der Apothekenpraxis ist bekannt, dass das nicht allzu selten vorkommt. Im Unterschied zu Lebensmitteln haben Arzneimittel kein Mindesthaltbarkeits-, sondern ein Verfallsdatum. Die Einnahme sollte vor diesem Datum erfolgen.

Der Gesetzgeber schreibt in § 10 Abs. 7 AMG vor, dass der Hersteller das Verfallsdatum in Monat und Jahr auf die Primär- und Sekundärverpackung anbringt. Bis zum letzten Tag des angegebenen Monats darf das Arzneimittel bei sachgerechter Lagerung ohne Bedenken angewendet werden. Das Verfallsdatum ergibt sich aus den Stabilitätsstudien des Herstellers. Bis zum angegebenen Datum gewährleistet dieser die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.

Außerdem ist in § 11 Abs. 1 Nr. 6a AMG geregelt, dass eine Warnung in der Packungsbeilage vorzufinden sein muss, dass das Arzneimittel nach Ablauf dieses Datums nichts mehr angewendet wird. Wenn Patienten das Medikament in diesem Fall trotzdem einnehmen beziehungsweise anwenden, geschieht dies auf eigene Gefahr. Für eine Anwendung, die über das Verfallsdatum hinaus geht, haftet der Hersteller in der Regel nicht.

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