Rahmenvertrag: Wenn Importe zu Generika werden

, Uhr

Leider ergibt sich hier ein weiteres Problem, denn es existieren zwei Originalhersteller. Im Rahmen des sogenannten Co-Marketings gibt es neben Janumet außerdem Velmetia von Berlin Chemie. Die Software verweist daher auf den Generikamarkt und verpflichtet zur Abgabe der vier preisgünstigsten Präparate. Darunter befinden sich Importe beider Originale.

Die Apotheke ist also verpflichtet, einen der preisgünstigsten Reimporte abzugeben. Da in vorliegendem Fall keins der Importarzneimittel lieferbar beziehungsweise im Handel ist, darf das Original Janumet abgegeben werden. Jedoch muss hier das Sonderkennzeichen 3 aufgedruckt werden. Ist ein Import verordnet, muss das Rezept vom Arzt geändert werden, da sonst das abgegebene Arzneimittel teurer wäre als der Preisanker.

Fälle wie dieser sollten im Team besprochen werden, um allen Mitarbeitern mehr Sicherheit im Umgang mit dem neuen Rahmenvertrag zu geben. In anderen Fällen – etwa Sevikar oder Januvia – greift die Regelung übrigens nicht, denn hier existieren Rabattverträge, die die retaxfreie Belieferung ermöglichen. Vorausgesetzt, es ist alles lieferbar.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres