Aufkleber-Retax doch erst ab Juli

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Berlin - Aufkleber im Personalienfeld gehören bei Klinikverordnungen zum Standard. Den Kassen sind die Klebeetiketten auf Entlassrezepten ein Dorn im Auge, überdecken sie doch die Kennzeichnung „Entlassmanagement“. Dennoch haben sich der GKV-Spitzenverband und der Deutsche Apothekerverband (DAV) auf eine Verlängerung der Zulässigkeit geeinigt. Denn die Friedenspflicht endete am 1. Oktober.

Die Frist soll bis zum 30. Juni 2019 verlängert werden. Eine Veröffentlichung dazu gibt es bislang noch nicht, da das Verfahren seit Oktober im Umlauf zur Unterschrift festzustecken scheint. Sobald es abgeschlossen ist, sollen die Dokumente veröffentlicht werden, so der GKV-Spitzenverband.

Auf Muster-16-Formularen sind prinzipiell keine Aufkleber zulässig. Eine Ausnahme stellen Korrekturetiketten dar. GKV-Spitzenverband und DAV hatten jedoch für Aufkleber im Rahmen des Entlassmanagements eine Vereinbarung getroffen. Diese ist in den ergänzenden Bestimmungen zu finden. Im Ergänzungsvertrag heißt es in § 6 Absatz 2: „Der Vergütungsanspruch des Apothekers entsteht trotz nicht ordnungsgemäßer Verordnung oder Belieferung im Entlassmanagement auch dann, wenn es sich um einen unbedeutenden, die Arzneimittelsicherheit und die Wirtschaftlichkeit der Versorgung nicht wesentlich tangierenden, insbesondere formalen Fehler handelt.“

Unter Buchstabe f heißt es: „Ein Aufkleber ist fest und untrennbar mit dem Arzneiverordnungsblatt verbunden und die Angaben im Personalienfeld entsprechen den Regelungen der ergänzenden Verträge nach § 129 Absatz 5 Sozialgesetzbuch (SGB V). In diesem Fall werden die Angaben mit der Abrechnung nach § 300 SGB V übermittelt.“

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