Abgaberangfolge: AV zählt nicht mit, neue Rechnung bei Importen

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Berlin - Das Hin und Her zum Rahmenvertrag geht weiter. Zum 1. November wurde die erste Änderungsvereinbarung getroffen, GKV-Spitzenverband und Deutscher Apothekerverband (DAV) haben sich auf diverse Änderungen geeinigt. 2020 geht es in Sachen Import in die nächste Runde.

Das ist neu:

§ 2 Absatz 13 und 14 „außer Vertrieb“ und „nicht verkehrsfähig“

Ein Arzneimittel, das als „außer Vertrieb“ gekennzeichnet ist, ist noch abgabefähig. Anders verhält es sich beim Status „nicht verkehrsfähig“.

  • Ein AV gekennzeichnetes Arzneimittel wird seit dem 1. November bei der Abgaberangfolge nach § 10 ff. – die vier preisgünstigsten Präparate oder preisgünstige Importe – nicht mehr berücksichtigt. Die Abgabe ist allerdings noch erlaubt, wenn das Medikament die Austauschkriterien des Rahmenvertrages erfüllt.

Achtung: Die Software wurde diesbezüglich noch nicht umgestellt. Dies erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

  • Ist ein Arzneimittel „nicht verkehrsfähig“, darf es nicht mehr abgegeben werden und wird dementsprechend in der Abgaberangfolge nicht berücksichtigt.

§ 17 Sonderregelungen im dringenden Fall (Akutversorgung, Notdienst)

Neu gefasst wurde Nummer 4. Hier geht es um den Fall, dass der Arzt eine N-Bezeichnung verordnet hat, für die keine Packung vorrätig ist oder die nach Packungsgrößenverordnung nicht definiert ist. Bislang durfte eine Packung aus dem nächstkleineren Normbereich geliefert werden – oder aber, wenn diese nicht vorrätig war, die kleinste normierte Packung.

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