Fernstudium in den USA

Medikationsmanagement: Apothekerin mit neuem Blickwinkel Hagen Schulz, 24.08.2019 14:33 Uhr

Berlin - Besser verstehen, was einem Patienten hilft und was nicht: Dieses Ziel hat Apothekerin Karen Eislage aus Quakenbrück. Ihr reichte nicht aus, was im Pharmaziestudium darüber gelehrt wurde und geeignete Fortbildungen sind in Deutschland rar gesät. Also entschied sich Eislage für ein Fernstudium an der University of Florida. Die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe unterstützte die Weiterbildung im Masterstudiengang Medication Therapy Management mit einem Stipendium.

Die Idee kam Eislage während ihrer Zeit in Münster, wo sie bei Apotheker Dr. Olaf Rose nach ihrem Studium in Frankfurt arbeitete. Auch Rose studierte an University of Florida und erlangte dort den Doctor of Pharmacy. „Ich hatte mich zunächst in Deutschland nach passenden Weiterbildungen umgeschaut. Aber hier liegt der Fokus oft auf Krankenhausthemen oder betriebswirtschaftlichen Aspekten“, so Eislage. Da sie sich jedoch tiefer mit der Wirkweise von Medikamenten beschäftigen, blieb nur der Blick ins Ausland.

Daher schrieb die Apothekerin in den Studiengang Medication Therapy Management in Florida ein. Die hohen Kosten von knapp 15.000 Euro übernahm zur Hälfte die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe, die auch eine weitere Apothekerin förderte. „Ohne das Stipendium wäre es eine schwierige Entscheidung gewesen, ob ich das Studium wirklich beginne. Der Zeitaufwand und die Kosten sind schon hohe Einstiegshürden“, sagt Eislage. Rund 15 Wochenstunden sei sie neben ihrem Beruf mit der Fortbildung beschäftigt gewesen.

Die Zeit konnte sie sich größtenteils frei einteilen. Nur zu virtuellen Kommilitonentreffen, in denen einmal wöchentlich ein spezieller Patientenfall besprochen wurde, musste sich Eislage an feste Termine halten. „In den meisten Kursen waren auch andere Deutsche eingeschrieben, sodass diese Besprechungen meistens nachmittags stattfanden. Manchmal waren jedoch fast nur Amerikaner im Kurs, dann musste ich mich nachts um 2 Uhr vor den Computer setzen“, berichtet die Apothekerin.

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