Burn-Out in der Filmbranche 

„In der Apotheke gibt es keine Ellbogenmentalität“ Carolin Ciulli, 22.06.2019 09:00 Uhr

Berlin - Als Filmschaffender war Marcel de Lamotte an mehreren Produktionen beteiligt. Der 43-Jährige arbeitete fast zehn Jahre in der Filmbranche. Doch die 80 Stunden-Wochen und ständige Erreichbarkeit führten zum Burn-Out. Jetzt will er PTA werden – auch weil die Arbeitszeiten arbeitnehmerfreundlich seien.

Ein klassischer „Nine to Five“-Job – danach strebt de Lamotte. Der PTA-Schüler am Berliner Lette Verein freut sich auf die Arbeit in der Apotheke. „Die regelmäßige Arbeitszeit von acht Stunden am Tag ist ein Kriterium, weshalb ich mich für die Ausbildung entschieden habe“, sagt er. Seit einem Burn-Out sind ihm geregelte Zeiten besonders wichtig. In seinen vorherigen Jobs war daran nicht zu denken.

2004 stieg de Lamotte in die Filmbranche als Aufnahmeleitungsassistent ein. Als Produktionsfahrer war er im Studio Babelsberg unter anderem für große Produktionen wie „V for Vendetta“, „Bourne Ultimatum“, „The International“ oder „Inglourious Basterds“ tätig. Zuletzt arbeitete er als Transport Office Assistant beim Hollywood-Streifen „Monuments Men“ mit. „Trotz 40 Stunden-Vertrag kommt man zwischen 80 und 100 Stunden die Woche raus“, sagt er.

In der Branche werde man „ordentlich unter Druck“ gesetzt, so de Lamotte. Mitarbeitern würden die Überstunden als „gut für die Vita“ verkauft. „Die Leute werden verheizt.“ Zuletzt war de Lamotte für drei Produktionen gleichzeitig verantwortlich. Die anhaltende Überbelastung führte zu einem Burn-Out. „Ich konnte dort nicht mehr arbeiten.“

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Advantage, Seresto, Droncit

Bayer verkauft Tiergesundheit an Elanco»

Nebenwirkungen.de

„Arzneimittelkommission nimmt die Patienten nicht ernst“»

Rechenzentren

AvP erweitert Geschäftsführung»
Politik

BAH-Gesundheitsmonitor

Schneller in der Apotheke als beim Arzt»

Pharmaindustrie

BPI: Kommunikationschef gesucht»

Medizinische Versorgung

Casting in Kollnburg: Josefa und die Arztsuche»
Internationales

Österreich

Lieferengpässe: Defekt-Alarm für Ärzte»

Österreich

„Marktferne Elemente“: Ärzte ätzen gegen Apotheken»

Niederlande

Lachgas als Partydroge»
Pharmazie

Myelofibrose

FDA: Comeback für Fedratinib»

Stimmungsaufheller

Hilft dunkle Schokolade gegen Depressionen?»

Rückruf

Sumatriptan und Tranexamsäure müssen zurück»
Panorama

Job in Hamburg

Kroatische Kollegin: In Deutschland kann ich noch Apothekerin sein»

Leipzig

Polizei findet Rezeptfälscher – im Gefängnis»

Zwei Rezepturen am Eröffnungstag

Tag 1 in der eigenen Apotheke: „Der ganz normale Wahnsinn geht direkt los“»
Apothekenpraxis

OLG begründet Preisfreigabe

Wer Rx-Boni gewährt, darf auch billiger einkaufen»

Constella-Kostenübernahme

Geheime Absprache: Kasse gibt Retax-Ehrenwort»

Hilfsmittelversorgung

Retax-Protest: Apothekerin will Kasse wechseln»
PTA Live

Ausbildung

Rezeptur-Premiere für chinesische PTA-Schüler»

Ausbildung

PTA-Praktikantin: Skepsis im Team»

So kommt die Medizin ins Kind

Fünf Tipps zur Medikamentengabe bei Kindern»
Erkältungs-Tipps

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»

Urlaubszeit

Erkältung im Flugzeug»

Erkältungen in der warmen Jahreszeit

Mythos Sommergrippe»
Magen-Darm & Co.

Motilitätsstörungen

Magenverstimmung: Kurze Dauer, vielfältige Ursachen»

Magen-Darm-Erkrankungen

Rotaviren: Gefahr für Kleinkinder»

Spezielle Nahrungsmittel

Kefir – kaukasischer Zaubertrank»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaft

Das dritte Trimester: Positionswechsel und Gewichtszunahme»

Schwangerschaft

Das zweite Trimester: Von der Lanugobehaarung bis zum Surfactant»

Schwangerschaft

Das erste Trimester: Von der Befruchtung bis zur Organentwicklung»