120. Todestag von Theodor Fontane

Lieber Dichter als Apotheker APOTHEKE ADHOC, 20.09.2018 14:57 Uhr

Berlin - Dass Kollegen aus der Apotheke in einen anderen Bereich wechseln wollen, weil ihnen der Berufsalltag in der Offizin keine Freude mehr bereitet oder eine andere Herausforderung suchen, ist nicht neu. Das gab es schon vor mehr als 100 Jahren: Theodor Fontane machte es vor.

Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren. Nach seinem Abschluss am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium besuchte er die Gewerbeschule von Karl Friedrich Klöden in Berlin. Damit war ein Umzug in die heutige Hauptstadt verbunden. Doch er merkte, dass die Gewerbeschule nichts für ihn war. Er brach ab – zugunsten der Pharmazie. Möglicherweise wollte er in die Fußstapfen seines Vaters Louis Henry Fontane treten. Denn dieser war auch Apotheker und betrieb eine Apotheke in Letschin.

Nach dieser Entscheidung begann Fontane seine Apothekerlehre. Schon während seiner Ausbildung widmete er sich in seiner Freizeit dem Schreiben, 1939 wurde seine erste Novelle „Geschwisterliebe” veröffentlichte. Im selben Jahr beendete er im Dezember seine Lehre. Ein Jahr später trat er eine Stelle als Apothekergehilfe in Burg bei Magdeburg an. Parallel dazu begann er mit dem Verfassen seiner ersten Gedichte.

Als Apothekengehilfe arbeitete er bis Februar 1842 in der Adler-Apotheke in Leipzig, wechselte dann aber zur Salomonis-Apotheke in Dresden. Nach diesen Stationen landete er wieder in der Apotheke seines Vaters, doch trotzdem war er nebenbei publizistisch aktiv.

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