Entwicklungskooperation

Tilray und Anheuser wollen Cannabis-Bier brauen APOTHEKE ADHOC, 05.01.2019 08:39 Uhr

Berlin - Tilray hat eine Entwicklungspartnerschaft mit Anheuser-Busch InBev gegründet. Der kanadische Cannabis-Hersteller und der weltgrößte Bier-Konzern wollen gemeinsam ein alkoholfreies Marihuana-Getränk entwickeln. 100 Millionen US-Dollar (88 Millionen Euro) lassen sie sich das kosten. Ob und wann es auf den Markt kommt, steht allerdings noch nicht fest.

„Die Entwicklungspartnerschaft verbindet AB InBevs große Erfahrung mit Getränken und Tilrays Expertise bei Cannabis-Produkten“, kündigen die beiden Unternehmen an. Das Projekt durchführen werden AB InBevs kanadische Tochter Labatt Breweries – laut eigenen Angaben die führende Brauerei des Landes – und die High Park Company, Tilrays Tochter für cannabishaltige Genussmittel. Beide Partner wollen je 50 Millionen Dollar investieren. Die Kooperation ist auf Kanada beschränkt.

„Wir wollen ein tieferes Verständnis für nicht-alkoholische THC- und CBD-Getränke entwickeln, das zukünftige Entscheidungen über deren wirtschaftliche Potenziale ermöglicht“, so Labatt-Chef Kyle Norrington. Mutterkonzern AB InBev ist mit einem Umsatz von 56,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 die größte Brauereigruppe der Welt und laut Forbes Magazine Platz 41 der weltgrößten Unternehmen. Auch einige der meistverkauften deutschen Biere wie Beck‘s, Diebels oder Franziskaner gehören dem Konzern.

Tilray bietet seine Produkte derzeit in zwölf Ländern an und hat Standorte in Australien, Neuseeland, Kanada, Deutschland, Lateinamerika und Portugal. Die Kanadier waren der erste zugelassene Hersteller von medizinischem Cannabis in Nordamerika, der die cGMP-Zertifizierung (current Good Manufacturing Practice) gemäß der Standards der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bekam. Als erstes Unternehmen brachte Tilray im Oktober 2017 einen Cannabis-Vollextrakt auf den deutschen Markt. In Kanada hatte Tilray bereits eine Vereinbarung mit der dortigen Sandoz-Niederlassung.

Ende Dezember ging Tilray eine weitere Kooperation mit Sandoz ein: Beide Unternehmen wollen in Zukunft verschiedene „nicht rauchbare Cannabisprodukte“ unter einer gemeinsamen Marke anbieten. Außerdem wollen sie bei der Entwicklung innovativer Cannabisprodukte zusammenarbeiten, sich gegenseitig Lizenzrechte vergeben und ihr gemeinsames fachspezifisches Wissen für die Ansprache von Apothekern und Ärzten nutzen. Außerdem könne die Hexal-Mutter die globale Vermarktung der Produkte unterstützen.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Mehr aus Ressort

Weiteres
Coronavirus

Vakzine gegen Sars-CoV-2

AstraZeneca: EU sichert sich 300 Millionen Dosen Impfstoff»

Corona-Schutzmaßnahmen

Philippinen: Maske plus Visier wird Pflicht»

Studie in Kupferzell

Hohe Dunkelziffer, kaum Antikörper»
Markt

Börsengang

Curevac: Hopp behält die Kontrolle»

Patentstreit

Alimta-Generika: Alles muss zurück»

Gericht verbietet Werbeaussagen

DocMorris: Hilft nicht in jeder Lebenslage»
Politik

Novel-Food-Anträge gestoppt – Hersteller zittern

EU will CBD als Betäubungsmittel einstufen»

Werbung für Fernbehandlung

Grundsatzstreit um Telemedizin»

Statistisches Bundesamt

143.000 Menschen ohne Krankenversicherung»
Internationales

„Gebräu von Kräutern und Wurzeln“

Südkorea: Ärzte streiken gegen Traditionsmedizin»

Notbevorratung durch Unternehmen und Regierung

Brexit: UK bunkert Arzneimittel für den Ernstfall»

Kooperation

GlaxoSmithKline steigt bei Curevac ein»
Pharmazie

Spinale Muskelatrophie

Evrysdi: Erste orale Therapieoption bei SMA»

Vereinfachung der Applikation

Xolair: Selbstverabreichung bald in allen Indikationen?»

Hohe Sensitivität und Spezifität

KI soll Darmkrebs diagnostizieren»
Panorama

Angst vor Corona-Komplikationen

Jeder Zweite will plötzlich Grippeimpfung»

Missbrauch der Medizin

Antisemitismusbeauftragter: Ärzte sollen mehr über NS-Zeit lernen»

Staatsanwaltschaft fordert Sicherungsverwahrung

PTA-Mörder soll den Rest seines Lebens hinter Gitter»
Apothekenpraxis

Abgaberegeln

AOK-Dank verunsichert Apotheker»

Apotheke verliert vor Gericht

Filialverbünde: Wieder Streit um Notdienste»

Geringe Impfbereitschaft bei PTA

Apothekenteams: Angst vor der 2. Welle»
PTA Live

Keine Sicherungsverwahrung

Göttingen: Lebenslänglich für PTA-Mörder»

Apotheken gegen häusliche Gewalt

„Maske 19“: Codewort am HV soll bundesweit helfen»

Apothekenpflichtige Fertigarzneimittel

Blutegel in der Dokumentation»
Erkältungs-Tipps

OP-Maske, FFP und KN95

Wie schützt eine Mund-Nasen-Bedeckung vor Infekten?»

Immunsystem stärken, Hygiene beachten

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»

Verbreitung von Krankheitserregern

Tipps zur Vermeidung von Schmier- und Tröpfcheninfektionen»
Magen-Darm & Co.

Haferschleim, Zwieback & Banane

Schonkost: Leicht verdaulich & gut verträglich»

Pflanzlich oder Probiotisch

Fresh-Up: Reizdarmsyndrom»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Colitis ulcerosa: Wenn der Dickdarm erkrankt»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Nach der Geburt

10 Tipps für die Rückbildung»

Aktivität

Laufen in der Schwangerschaft»

Ernährung, Sport und Vitamine

Schwanger zu werden, ist nicht nur Frauensache»
Medizinisches Cannabis

Wie setzt sich der Abgabepreis zusammen?

Cannabis-Rezept: Taxierung»

Interview mit Michael Becker

Cannabis-Prüftipps vom Pharmazierat»

Teil 2: Belieferung & Dokumentation

How to: Cannabisrezept»
HAUTsache gesund und schön

Tipps gegen Haarausfall

Alopezie: Wenn das Haarkleid schwindet»

Ein besonderer Bereich des Gesichts 

Augenpflege: Sanft und feuchtigkeitsspendend»

Gefahren bei falscher Pflege

Wimpern und Augenbrauen: Schützende Sensibelchen»