Ein strukturierter Blick in das gelbe Impfbuch gehört zu den wirkungsvollsten Werkzeugen der pharmazeutischen Beratung. Er zeigt nicht nur Versorgungslücken auf, sondern stärkt die Kundenbindung und kann im Apothekenalltag als idealer Aufhänger für ein schrittweise aufgebautes Beratungsangebot fungieren.
Im hektischen Alltag der Kund:innen geraten routinemäßige Auffrischungen schnell in Vergessenheit. Beim Check des Impfausweises stehen insbesondere folgende Fristen im Mittelpunkt:
Mit der Erweiterung der rechtlichen Befugnisse – hin zur Verabreichung sämtlicher Totimpfstoffe für Erwachsene (wie Tetanus, FSME, Hepatitis, Pneumokokken oder Herpes Zoster) – gewinnt der Impfpass-Check nochmals erheblich an Relevanz. War das apothekerliche Impfangebot bisher auf Influenza und COVID-19 beschränkt, kann die Beratung dann in ein breites Schutzangebot direkt vor Ort münden. Für die Apotheke bedeutet das: Eine deutlich höhere Schnittmenge zwischen identifiziertem Impfbedarf und möglicher unmittelbarer Umsetzung.
Die Praxis zeigt eindrücklich: Das Thema Schutzimpfung genießt eine hohe Akzeptanz und wirkt häufig als echter Türöffner für tiefergehende pharmazeutische Leistungen. Aus einem simplen Routine-Check entwickelt sich oft eine gewinnbringende Versorgungskaskade:
Während des Impfgesprächs oder der Nachbeobachtungszeit entsteht eine ruhige Vertrauensatmosphäre, die genutzt werden kann, um in diesem Rahmen den möglichen Bedarf für weitere pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) anzusprechen.
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