Prozesse anpassen

Impfen und pDL kombinieren

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Berlin -

In immer mehr Apotheken werden zusätzliche Leistungen angeboten. Zwei wichtige Services sind dabei Impfen und pharmazeutische Dienstleistungen (pDL). Beides kann sich wirtschaftlich ergänzen, denn die Abläufe und Prozesse sind ähnlich.

Die Impfsaison steht vor der Tür – auch wenn noch Hochsommer ist, laufen die Vorbereitungen in Apotheken auf Hochtouren. Finanziell sind die Grippeschutzimpfungen in Apotheken für die kommende Saison 2026/2027 finanziell abgesichert. Ab dem 1. September steigt die Vergütung der Apotheken für die Hauptleistung, also die Durchführung und Dokumentation der Schutzimpfung auf 11 Euro.

Feste Zeitfenster nutzen

In vielen Apotheken gibt es für das Impfangebot feste Zeitfenster, um Leerlauf für die Angestellten und lange Wartezeiten für das Team zu vermeiden. Patientinnen und Patienten, die zur Impfung kommen, können direkt auf relevante pDL wie Medikationsanalysen oder Blutdruckmessungen hingewiesen werden. Auch für diese Services sollten Termine vereinbart werden.

Digital könnte auch beim Buchungssystem auf das jeweilige andere Angebot der Apotheken hingewiesen werden. Gerade chronisch kranke Stammkundinnen und -kunden sind dankbar, wenn sie etwa bei der Abgabe ihrer Dauermedikation an den nächsten pDL-Check oder die jährliche Auffrischimpfung erinnert werden.

Datenerfassung effizient gestalten

Die Daten der Patientinnen und Patienten, die beide Angebote in Apotheken wahrnehmen, müssen nur einmal erfasst werden. Ein Vorteil für das Team. Zudem kann überlegt werden, ob während der Wartezeit nach der Impfung bereits ein Vorgespräch zur pDL stattfindet. Dadurch wird Zeit effizient genutzt.

Die Wirtschaftlichkeit beider Leistungen hängt von effizienten Abläufen und gutem Zeitmanagement ab – gerade in Zeiten von Personalmangel in Apotheken. Für beide Angebote bietet sich der Beratungsraum in der Apotheke an. In Betrieben mit vielen Impfungen hat sich zudem ein zweites Impfzimmer bewährt.

Rund 15.000 Apothekerinnen und Apotheker haben sich laut Abda-Zahlen seit 2020 zur Durchführung von Schutzimpfungen schulen lassen. In der Herbst- und Wintersaison 2025/2026 führten rund 1700 Apotheken etwa 218.000 Grippeschutzimpfungen durch. Auch die Zahl der abgerechneten pDL wächst weiter: Im ersten Quartal wurden mehr als 15 Millionen Euro an die Apotheken ausgezahlt.

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