Vorsicht bei Torasemid und Lactulose

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Berlin -

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung: Bei einigen Medikamenten sind zu Beginn der Behandlung unerwünschte Arzneimittelwirkungen möglich. Torasemid kann beispielsweise eine Verstopfung verursachen. Soll diese dann behandelt werden, ist Vorsicht geboten.

Fall: Eine Kundin verlangt nach einem Lactulosesirup. Seit einigen Tagen leide sie unter Verstopfung, sie vermutet einen möglichen Zusammenhang mit dem neuen Medikament, das der Arzt verordnet hat – denn zuvor hatte sie nie Probleme. Im Gespräch ergibt sich, dass die Frau Torasemid zur Ödembehandlung einnimmt.

Analyse: Bei der Kombination von Torasemid und Lactulose ist Vorsicht geboten, da das osmotisch wirksame Laxans den Kaliumverlust durch das Diuretikum verstärken kann. Zum anderen zählt Verstopfung zu den häufigen Nebenwirkungen, die vor allem zu Beginn der Therapie mit Torasemid auftreten können.

Torasemid ist ein Schleifendiuretikum, das die Ausscheidung von Wasser, Natrium, Kalium, Chlorid und Bicarbonat fördert. Das Arzneimittel hemmt die renale Natrium- und Chloridrückresorption im aufsteigenden Ast der Henleschen Schleife. Der Wirkstoff kann zur Behandlung und Prävention kardialer Ödeme bedingt durch eine Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Torasemid schwemmt die Wassereinlagerungen aus und bewirkt durch Senken von Vor- und Nachlast eine Verbesserung der Symptome bei einer Herzinsuffizienz.

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