Speicheldrüsen sind Biofilteranlagen

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Berlin -

Speichel sorgt dafür, dass sich Nahrung besser herunterschlucken lässt. Er schützt die Zähne und wehrt Bakterien ab. Bis zu zwei Liter Speichel produzieren die Speicheldrüsen eines gesunden Erwachsenen pro Tag. Versagen sie, wird es sehr unangenehm.

Es braucht noch nicht mal etwas auf dem Tisch stehen. Schon bei dem Gedanken an Essen läuft einem manchmal das Wasser im Munde zusammen. Verantwortlich dafür sind die Speicheldrüsen. Sie werden nämlich nicht nur durch mechanische Reize wie das Kauen, sondern auch durch emotionale Signale angeregt. Obwohl sie täglich bis zu zwei Liter Flüssigkeit produzieren, nehmen die meisten Menschen sie kaum wahr. Bis sie Ärger machen. Das kann nämlich sehr wehtun.

Sechs Speicheldrüsen hat der Mensch. Zwei sind paarweise vor und unterhalb der Ohrmuschel angesiedelt, zwei an der Innenseite der Unterkieferknochen und zwei unter der Zunge. „Außerdem gibt es eine Unmenge kleinerer Speicheldrüsen, die die ganze Mundschleimhaut bevölkern, etwa Lippen, Wange, Gaumen oder die Zunge“, erklärt Professor Dr. Cornelius Klein, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG).

Was diese Drüsen absondern, besteht zu 99 Prozent aus Wasser und zu 1 Prozent aus Glykoproteinen, Immunglobulinen, Verdauungsenzymen und Mineralien. „Jede Drüse produziert etwas anderen Speichel – Konsistenz und Aussehen sind unterschiedlich.“ Und wozu das alles? Das wichtigste Enzym des Speichels ist die α-Amylase, die für den Abbau von Stärke und Glykogen verantwortlich ist. Ebenfalls enthalten ist das Glykoprotein Laktoferrin, das sowohl von den kleinen als auch von den großen Speicheldrüsen sezerniert wird. Die Verbindung besitzt wachstumshemmende Eigenschaften auf Mikroorganismen, die Eisen für ihr Wachstum benötigen, dazu zählt auch Candida albicans.

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