Hautpflege

Was Reinigung und Peeling bringen dpa, 23.01.2017 17:08 Uhr

München - Make-up-Spuren, winzige Partikel aus der Luft und natürliche Hautfette: Im Laufe eines Tages lagert sich so einiges an Schmutz auf unserer Gesichtshaut ab. Das ist einer der Gründe, warum eine sanfte und effektive Reinigung so wichtig ist. Der andere: „Nur wenn die Poren nicht verstopft sind, kann die Tages- oder Nachtcreme ihre pflegende Wirkung entfalten“, erklärt Dr. Stefan Duve, Dermatologe aus München. „Am effektivsten ist die Gesichtsreinigung, wenn sie sich in mehrere Schritte gliedert und die einzelnen Produkte auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sind.“

Als Erstes werden das Make-up und gröbere Schmutzreste entfernt. Je nach Hauttyp kann man dabei Schaum, Gel oder Öl benutzen. Während leichte, frische Gele vor allem für den fettigen Teint geeignet sind, sind ölhaltige Reiniger gut zu trockener Haut, weil sie rückfettend wirken. „Ob man zum richtigen Produkt gegriffen hat, merkt man normalerweise sofort: Wenn die Haut spannt oder gar schuppt, war die Reinigung zu aggressiv“, erklärt Duve. Das Reinigungsprodukt wird mit kreisenden Bewegungen aufgetragen und mit viel Wasser entfernt – wobei lauwarm die schonendste Temperatur ist. Danach das Gesicht mit einem Handtuch trockentupfen.

Im nächsten Schritt kommt ein Gesichtswasser zum Einsatz. Dabei sollte man genau hinsehen, was man kauft. Denn: „Gesichtswasser ist nicht gleich Gesichtswasser“, erklärt die Hautärztin Dr. Pia Paes aus Hamburg. „Man unterscheidet zwischen Produkten zur Nachreinigung und solchen zur Tonisierung.“ Letzteres bedeutet, sie stärken die Haut. „Diese Produkte dienen dazu, den pH-Wert der Haut nach der Reinigung auszugleichen“, ergänzt Paes. Das spielt übrigens vor allem dann eine Rolle, wenn man zu Hause besonders kalkhaltiges Wasser hat.

Relativ neu im Handel ist sogenanntes Mizellen-Gesichtswasser, das eine effektive Reinigung verspricht. Mizellen sind mikroskopisch kleine Partikel, die aus Tensiden bestehen. Diese binden Make-up-Reste und Schmutz und ziehen sie von der Haut ab. „Sie sind besonders schonend zur Haut und dabei sehr gründlich“, sagt Paes.
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