Hautpflege

Augenringen den Kampf ansagen dpa, 08.12.2016 11:27 Uhr

Biberach/Berlin - Manchmal helfen kalte Gurkenscheiben, spezielle Augenkühlbrillen oder Teelöffel aus dem Eisschrank. Sie werden auf die Augenregion gelegt und sollen unschöne Ringe unter den Augen zum Verschwinden bringen. Das klappt aber nicht immer. Wird es zum Dauerzustand, dass die Haut unter den Augen grau, blau, braun, rötlich oder violett verfärbt ist oder verschlimmern sich die Symptome, dann sollte man die Ursache unbedingt medizinisch abklären lassen.

„Grundsätzlich ist die Haut rund um die Augen sehr dünn“, erklärt der Biberacher Dermatologe Professor Dr. Markus Steinert. Aufgrund des geringen Unterhautfettgewebes schimmern an dieser Stelle erweiterte Blutgefäße stärker hervor als anderswo am Körper. Mit zunehmendem Alter wird das Fettgewebe in der Augenregion oft noch dünner. „Oft sind bläulich schimmernde Augenringe aber auch genetisch bedingt“, betont Steinert, der auch Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist. Die unschönen Schatten unter den Augen können also auch bei Jüngeren auftreten.

Ringe unter den Augen sind aber auch nicht selten die Folge einer ungesunden Lebensweise. Ein Anzeichen hierfür kann eine starke Falte mit blau-schwarzer Färbung sein. „Der Betroffene trinkt beispielsweise nicht genug Mineralwasser, hat zu wenig Schlaf oder isst nicht ausreichend Obst und Gemüse“, so ABDA-Sprecherin Ursula Sellerberg. In solchen Fällen können eine Umstellung der Alltagsgewohnheiten sowie eine spezielle Hautpflege für die Augenregion helfen.

Feuchtigkeitscremes mit Harnstoff, Hyaluronsäure, Aloe-Vera-Extrakten oder anderen wasserbindenden Stoffen können die dünne Haut rund um die Augen aufpolstern. „Die Cremes sollten auf die Augenpartie mit nur geringem Druck aufgetupft werden“, empfiehlt Monika Ferdinand vom Bundesverband deutscher Kosmetiker/-innen mit Sitz im saarländischen Bexbach.

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