Gynäkologie

Fünf Tipps bei Dysmenorrhoe Nadine Tröbitscher, 04.08.2017 14:21 Uhr

Berlin - Krämpfe, Bauchschmerzen, Migräne, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen können Frauen einmal im Monat außer Gefecht setzen. Mehr als die Hälfte der Frauen leidet unter den Begleiterscheinungen der Menstruation – etwa zehn Prozent können ihrem Alltag nicht mehr nachgehen. Fünf Tipps für eine bessere Lebensqualität während der Periode.

Tipp eins: Kurzfristig Schmerzmittel. Leiden Frauen unter einer primären Dysmenorrhoe, können die Beschwerden einige Tage vor Beginn der Periode auftreten und sind in den ersten 24 Stunden am intensivsten. Als Ursache wird eine Überproduktion von Prostaglandinen vermutet, die Gebärmutter kontrahiert und es kommt zum Schmerz. In diesem Fall kann ein kurzzeitiger Einsatz von Analgetika die Beschwerden lindern. Geeignet ist beispielsweise Naproxen. Im Handel sind Präparate zu 250 mg, die bereits ab zwölf Jahren eingesetzt werden können. Die Einnahme sollte so früh wie möglich erfolgen, als Erstdosis können zwei Tabletten vor einer Mahlzeit eingenommen werden, eine weitere Dosis kann nach mindestens acht bis zwölf Stunden verabreicht werden. Eine Linderung der Beschwerden tritt nach ein bis zwei Stunden ein und kann bis zu zwölf Stunden anhalten.
Neben Naproxen kann auch Ibuprofen angewendet werden. Die Gabe kann dreimal täglich erfolgen, bei der Dosis ist das Alter zu berücksichtigen. Die Tageshöchstdosis in der Selbstmedikation beträgt für Mädchen im Alter zwischen zehn und zwölf 800 mg und ab zwölf Jahren 1200 mg. Im Handel sind neben Tabletten in den Dosierungen 200 und 400 mg auch Schmelztabletten speziell für Jugendliche mit einem Wirkstoffgehalt von 200 mg Ibuprofen. Von Acetylsalicylsäure-haltigen Präparaten ist Abstand zu nehmen, da eine Verstärkung der Blutung möglich ist. Tipp zwei: Entkrampfen. Kontrahiert die Gebärmutter, können schmerzhafte Krämpfe die Folge sein. Betroffene können hier zum Wirkstoff N-Butylscopolamin (Buscopan) greifen, der den Tonus der glatten Muskulatur verlangsamt. Betroffene können bis zu dreimal täglich ein bis zwei Tabletten einnehmen. Kontraindiziert ist das Arzneimittel jedoch bei Patientinnen mit Herzrhythmusstörungen, Engwinkelglaukom oder Muskelschwäche. Buscopan ist auch in Kombination mit Paracetamol erhältlich.

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