Fünf Tipps zur Pflasterauswahl

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Berlin - Pflaster scheinen auf den ersten Blick ein triviales Beratungsthema zu sein. Doch bei der Beratung und Auswahl gibt es einiges zu beachten: Denn je nach Verletzung sind manche Pflaster besser geeignet als andere und nicht jeder Patient verträgt alle Klebemassen. Pflaster können sowohl zum Schutz vor weiteren Verletzungen, Druck und Keimen dienen oder auch mit einer aufgetragenen Salbe oder Creme kombiniert werden. Damit die Wunde schnell heilt, kommen hier fünf Tipps zur richtigen Pflasterauswahl.

Tipp eins: Steril oder unsteril?

Ein wesentlicher Aspekt bei der Pflasterauswahl ist die Abgrenzung zwischen sterilen und unsterilen Wundauflagen: Häufig reichen unsterile Pflaster aus, zum Beispiel wenn es sich um kleinere Verletzungen handelt. Nach chirurgischen Eingriffen sollte jedoch in jedem Fall ein steriles Pflaster gewählt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Gleiches gilt für Wunden mit einem hohen Infektionsrisiko wie Bisswunden oder Schnittverletzungen im Haushalt. Hier können für eine bessere Wundversorgung auch Pflaster mit silberbedampften Wundauflagen zum Einsatz kommen: Diese wirken antibakteriell und senken das Infektionsrisiko. Soll die Verletzung unter keinen Umständen mit der Wundauflage verkleben, können auch mit Vaseline beschichtete Kompressen eingesetzt werden.

Tipp zwei: Klebemasse und Größe

Je nach Kundenwunsch gibt es Pflasterbögen zum Selbstzuschneiden oder fertige Pflasterstrips in verschiedenen Größen. Häufig werden diese auch in Mix-Packungen angeboten. Bei sterilen Pflastern muss darauf geachtet werden, dass die Wundauflage die gesamte Verletzung bedeckt und diese nicht mit dem Kleberand in Kontakt kommt. Im Zweifelsfall sollte das Pflaster lieber zu groß als zu klein gewählt werden. Wichtig ist auch die Auswahl der Klebemasse. Generell wird zwischen zwei verschiedenen unterschieden: Zinkoxid-Kautschuk-Klebemasse und Polyacrylat. Erstere klebt erheblich besser und eignet sich daher zum Beispiel für Verletzungen am Bewegungsapparat oder für sehr aktive Kunden. Jedoch führt diese Eigenschaft auch dazu, dass beim Entfernen größere Schmerzen auftreten und Rückstände auf der Haut verbleiben.

Viele Kunden reagieren zudem allergisch auf die Klebemasse. Personen mit empfindlicher Haut, Hauterkrankungen oder Allergiker sollten daher eher auf hypoallergene Pflaster mit einer Polyacrylat-Klebemasse ausweichen. Oft tragen solche Pflaster den Zusatz „sensitiv“. Sie haben zwar eine geringere Klebekraft, führen jedoch dafür seltener zu allergischen Reaktionen. Auch für Kinder eignet sich diese Klebemasse besser, da die Pflaster schmerzfrei und ohne Rückstände entfernt werden können.

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