Repetitorium PDE-5-Hemmer

Besser kein Sildenafil mit Grapefruitsaft APOTHEKE ADHOC, 19.12.2017 15:25 Uhr

Berlin - Entweder man mag ihn oder nicht – Grapefruitsaft kann mit Arzneistoffen Wechselwirkungen eingehen. Neben dem Fruchtsaft zählen auch Milch und Kaffee zu den üblichen Verdächtigen mit Wechelswirkungspotenzial. Nicht auszuschließen ist eine Interaktion zwischen dem Fruchtsaft und dem Phosphodiesterase (PDE)-5-Hemmer Sildenafil.

Fall: Ein Mann leidet an pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) und hat zum ersten Mal eine Verordnung über Sildenafil erhalten. Der Wirkstoff geht nicht nur mit anderen Arzneimitteln, sondern auch mit Lebensmitteln Wechselwirkungen ein. Beispielsweise kann Grapefruitsaft den Sildenafil-Plasmaspiegel beeinflussen.

Analyse: Sildenafil wird überwiegend hepatisch durch die Isoenzyme CYP3A4 und CYP2C9 metabolisiert. Grapefruitsaft wiederum ist ein schwacher Hemmstoff der CYP3A4-Stoffwechsels in der Darmwand und kann eine geringe Steigerung des Sildenafil-Plasmaspiegels bewirken.

Der PDE-5-Hemmer dient zum einen der Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern, eine Wirkung wird jedoch nur bei sexueller Stimulation erreicht. Zum anderen wird der Arzneistoff zu 20 mg zur Behandlung der PAH der WHO-Funktionsklasse II und III zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei Erwachsenen angewend

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