Giftnotruf

Bei Anruf Lebensgefahr APOTHEKE ADHOC, 28.07.2017 14:06 Uhr

Berlin - Medikamente, Haushaltsmittel, Pflanzen oder Pilze – Ursachen für Vergiftungen gibt es viele. Die Vorgehensweise im Notfall ist jedoch gleich, an oberster Stelle steht Ruhe bewahren und die Nummer des Giftnotrufes wählen.

Ist eine Vergiftung aufgetreten, sollte kein Erbrechen herbeigeführt werden. Stattdessen sollten die Betroffenen Tee, Wasser oder Saft trinken. Milch oder Salzwasser dürfen nicht gegeben werden. Zudem sollte schnell die Nummer des regionalen Giftnotrufes gewählt werden. Es gilt, ruhig und vorbereitet am Telefon zu sein: Was und wieviel wurde wann eingenommen? Oder handelt es sich um einen Hautkontakt oder eine inhalative Vergiftung? Wer ist betroffen? Was wurde bereits unternommen? Wie geht es dem Patienten? Rät der Experte unverzüglich ein Krankenhaus aufzusuchen oder den Notarzt zu rufen, muss das Material, das Ursache für die Vergiftung ist bereitgehalten beziehungsweise mitgenommen werden. Tablettenpackungen, Flaschen oder Dosen der Haushaltsmittel oder Pflanzenteile müssen vorgezeigt werden. Ist eine Verätzung durch Verschlucken von Säuren oder Laugen aufgetreten, kann als erste Hilfe Maßnahme, sofern der Betroffene wach ist, Wasser oder Tee verabreicht werden. Ein bis zwei Gläser können geeignet sein. Wurden schäumende Produkte verschluckt, kann die Gabe eines Entschäumers wie Dimeticon Abhilfe schaffen. Danach sollte auch hier getrunken werden. In jedem Fall ist der Giftnotruf zu kontaktieren. Wurde die Haut vergiftet oder verätzt, sollte als erste Maßnahme die Kleidung vorsichtig von der Haut entfernt werden und anschließend mit lauwarmem Wasser und Seife die betroffenen Stellen gewaschen werden.
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