Bundesbehörden

Verschmolzen: Dimdi unter dem BfArM-Dach APOTHEKE ADHOC, 02.06.2020 15:02 Uhr

Berlin - Bereits letzten Sommer hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Zusammenführung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und wesentlicher Funktionseinheiten des Dimdi angekündigt. Doch dann gab es Ärger mit dem Datenschutz. Nun sind die Bedenken offenbar ausgeräumt. Am 26. Mai 2020 wurde das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (Dimdi) unter dem Dach des BfArM zu einer Behörde zusammengeführt.

Ziel sei es, die Ressourcen und Expertise beider Behörden zu bündeln und so die Chancen, die sich durch die vielfältigen Entwicklungen im Gesundheitswesen ergeben, bestmöglich im Sinne der Patienten zu nutzen, so das BfArM. Synergieeffekte kämen dabei unter anderem mit Blick auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen zum Tragen, hier werde beispielsweise die Aufgabenwahrnehmung in den Bereichen E-Health und neuer Technologien gestärkt. Auch die Bündelung der erweiterten Registerstrukturen im deutschen Gesundheitssystem gehe mit der Zusammenführung einher, wie etwa PharmNet oder das Organspenderegister. „Die vielfältigen medizinischen Fachinformationen und Services des Dimdi bleiben selbstverständlich in gleicher Qualität und gleichem Umfang erhalten. Den Nutzern stehen auch weiterhin sowohl der Kundenservice als auch die gewohnten Kontakte zur Verfügung“, so das BfArM. Diese Kontinuität gelte ebenfalls für den Webauftritt. Bis auf Weiteres sind die Angebote des Dimdi wie gewohnt unter der Adresse www.dimdi.de erreichbar. Auch hier würden nach einer Übergangszeit alle Inhalte des Dimdi in den Webauftritt des BfArM überführt und die Nutzer automatisch auf diese Seiten umgeleitet.

Zum Jahreswechsel hatte die Integration des Dimdi in das BfArM den Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber auf den Plan gerufen. Kelber wies damals darauf hin, dass das Dimdi verschiedene Aufgaben von wesent­licher datenschutzrechtlicher Bedeutung habe – und noch bekommen werde. So solle das Institut etwa das kommende Implantate­re­gister und das bestehende Informationssystem Versorgungsdaten managen. Diese seien „von besonderer datenschutzrechtlicher Relevanz“, da sie eine enorme Menge an sensiblen und nach Artikel 9 Datenschutz-Grundverordnung besonders geschützten Gesundheitsdaten enthalten würden. Weitere Verarbeitungen personenbezogener Daten nimmt das Dimdi Kelber zufolge beim Samenspenderregister und in verschiedenen medizinischen Produktregistern vor.

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