SPD: Kassenfunktionärin wird Lauterbach-Nachfolgerin

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Lauterbach hatte am Wochenende seinen Verzicht auf das Amt des stellvertretenden Fraktionschefs bekanntgegeben. „Es passt nicht zusammen, dass ich in den Regionalkonferenzen für einen GroKo-Ausstieg werbe, weil die große Koalition der SPD schadet, gleichzeitig aber für die Fraktion Gesetze mit Jens Spahn oder Anja Karliczek verhandele“, sagte der Gesundheitsexperte den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das sei unglaubwürdig.

Lauterbach will mit der Bundestagsabgeordneten Nina Scheer kandidieren. Die beiden verorten sich im linken Flügel der Partei und gehören zur Gruppe GroKo-Gegner. „Die SPD sollte die GroKo beenden“, so Lauterbach bei der Begründung seiner Kandidatur. Trotz guter Ergebnisse bei der von ihm mitverantworteten Gesundheitspolitik komme die Partei nicht weiter. In anderen Politikfeldern wie Klima-, Verkehrs- oder Sicherheitspolitik gebe es erhebliche Defizite.

Spahn verliert an Lauterbach einen eingespielten Partner. Er zeigte Bedauern angesichts von Lauterbachs Rückzug aus der Fraktionsführung der SPD. „Für mich war er über viele Jahre ein kompetenter, verlässlicher und vertrauenswürdiger Verhandlungspartner.“ Spahn und Lauterbach hatten den vorletzten Koalitionsvertrag miteinander verhandelt. Seitdem gilt das Verhältnis der beiden Gesundheitsexperten als vertrauensvoll.

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