Ungewöhnliche Konstruktion

Schleswig-Holstein: Grundei wird Gesundheitsressort leiten

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Kiel -

Auf einem Parteitag stellte die CDU in Schleswig-Holstein den 51-jährigen Oliver Grundei als neuen Leiter des Ressorts Gesundheit vor. Nach längeren Verhandlungen einigten sich CDU und Grüne am Freitag auf eine gemeinsame Koalition.

Eigentlich wollte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) eine Fortführung der Jamaika-Koalition in seinem Land, doch dieses Vorhaben scheiterte Mitte Mai. Nun formiert sich zum ersten Mal eine schwarz-grüne Regierung im nördlichsten Bundesland. Die Grünen in Schleswig-Holstein wollten laut Günther das Ressort Gesundheit explizit nicht.

Gesundheit und Justiz

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass das Gesundheitsressort aus dem Sozialministerium herausgelöst und in das Justizministerium überführt werden wird. Am Montagabend hielten die Christdemokraten ihren Landesparteitag ab und kührten Professor Dr. Kerstin von der Decken (CDU) zu ihrer Kandidatin für das Ministerium für Justiz und Gesundheit. Der Kieler Landtag muss die Entscheidung noch formal umsetzen, doch die Kandidatin gilt als sicher. Um den Bereich Gesundheit ihres Ministeriums wird sich der Verwaltungswissenschaftler Oliver Grundei kümmern.

Die CDU wollte das wichtige Thema Gesundheit behalten, weshalb die Parteitaktiker eine sinnvolle Zuordnung finden mussten, wie aus Parteikreisen gegenüber APOTHEKE ADHOC hervorging: „Im Ressort Landwirtschaft hätte das nicht so gut gepasst.” Eine heiße Kandidatin für die Besetzung des Gesundheitsressorts war laut Medienberichten auch die Ex-Patientenbeauftragte des Bundes, Claudia Schmidtke (CDU).

Wer ist Oliver Grundei?

Grundei ist Rechtswissenschaftler und seit 2017 Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Der zweifache Vater war bis 2017 Kanzler der Universität zu Lübeck. Günther hob den besonderen Umstand hervor, dass Grundei vom Kultur- zum Gesundheitsressort wechseln würde, und dankte ihm. Auch wenn der politische Beamte bisher keine politischen Berührungen mit dem Gesundheitsressort hat, so leistete er den Zivildienst an der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen Roderbirken in Leichlingen in Nordrhein-Westfalen.

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