Nach der Wahl trifft es die Apotheken

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Berlin -

Die Ausgaben des Bundes in der Corona-Pandemie könnten sich auf bis zu 1,3 Billionen Euro belaufen. Viele Apotheken befürchten angesichts der schwindelerregenden Zahlen bei der Neuverschuldung, dass nach der Bundestagswahl der Rotstift angesetzt wird – auch in der Apothekenbranche. In der nächsten Legislatur rechnet eine Mehrheit der Teilnehmer:innen einer aposcope-Umfrage zudem mit „fundamentalen Veränderungen“ im Apothekenmarkt.

Bei der Pandemiebekämpfung waren auch die Apotheken beteiligt: Die FFP2-Masken-Verteilung und die Impfstoff-Logistik, das Durchführen von Schnelltests und die Vergütung des Botendienstes – all das bedeutete viel Aufwand für die Apotheken, aber eben auch zusätzliche Einnahmen. Die insgesamt positiven Wirtschaftskennzahlen für das vergangene Jahr sind aufgrund der Einmaleffekte mit großer Vorsicht zu genießen.

Und viele befürchten tatsächlich, dass der Gürtel nach der Wahl im Herbst enger geschnallt. 71 Prozent erwarten, dass die nächste Regierung bei den Ausgaben für Apotheken sparen wird. Unter den Inhaber:innen sind sogar 81 Prozent davon überzeugt.

Etwa ebenso viele Teilnehmer:innen gehen davon aus, dass es auch andere Berufsgruppen treffen wird und die neue Regierung insgesamt im Gesundheitswesen den Rotstift ansetzen wird. Und tatsächlich gibt es ja genügend Beispiele von Sparprogrammen für die Krankenkassen zu Beginn einer Legislatur.

Dabei stehen die Apotheken in der eigenen Wahrnehmung schon jetzt nicht besonders gut da. Obwohl der Bundestag mit dem VOASG ein explizites „Apothekenstärkungsgesetz“ verabschiedet hat, geht nur knapp jede/r Vierte (24 Prozent) davon aus, dass die Apothekenbranche gestärkt aus dieser Legislatur hervorgeht. 63 Prozent widersprechen dieser Aussage.

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