Huml bleibt Gesundheitsministerin | APOTHEKE ADHOC
Bayern

Huml bleibt Gesundheitsministerin

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Berlin -

Vier Wochen nach der Landtagswahl in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder sein 17-köpfiges Kabinett vorgestellt. Unter den Berufenen sind 13 Minister und Staatssekretäre. Wie erwartet bleibt Melanie Huml Ministerin für Gesundheit und Pflege. Es ist die zweite Amtsperiode der 43-Jährigen.

Huml gehörte bei der Neubildung des Kabinetts zu den „gesetzten“ Kandidaten. Seit knapp einem Jahr ist sie als CSU-Vize gewählt und mischt damit auch in den parteiinternen Gremien ganz oben mit. Darüber hinaus kann Huml auf einen guten Draht zu Söder verweisen, als Staatssekretärin arbeitete sie schon im Umweltministerium eng mit ihm zusammen. Söder betont seither immer wieder gerne, dass sie als ausgebildete Ärztin ihn sogar impfen darf.

Die zweifache Mutter mischt auch gerne in gesundheitspolitischen Diskussionen außerhalb des Freistaats mit – etwa als sie sich im Bundestagswahlkampf als Gegnerin der SPD-Forderung nach einer Bürgerversicherung in Szene setzte. Außerdem sprang sie nach dem EuGH-Urteil vom 19. Oktober 2016 den Apothekern mit einem Vorstoß zum Verbot des Rx-Versandhandels noch vor Ex-Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Seite.

Huml sitzt seit 2003 im Landtag, seit 2013 ist sie Gesundheitsministerin. Für Huml sprach bei der Ernennung sicherlich auch, dass Söder mit der Bambergerin den Bezirk Oberfranken schon bestens abgedeckt hat – noch dazu mit einer Frau.

Bei der Landtagswahl am 14. Oktober hatten die CSU schwere Verluste hinnehmen müssen und verlor ihre absolute Mehrheit. Sie kam nur noch auf 37,3 Prozent. Die Grünen wurden neue zweitstärkste Kraft, die SPD erlebte das nächste Desaster. Die Ökopartei wurde mit 17,5 Prozent zweitstärkste Kraft im bayerischen Landtag und hat sich seit der Wahl im Jahr 2013 mehr als verdoppelt. Die SPD versank im Freistaat dagegen in der politischen Bedeutungslosigkeit: Die Sozialdemokraten erhielten nur noch auf 9,7 Prozent.

Auf Rang 3 landen die Freien Wähler, die sich auf 11,6 Prozent vebessern und jetzt eine Koalition mit der CSU bilden. Erstmals in den Landtag des Freistaats zog die AfD mit 10,2 Prozent ein. Spannend war es bis zum Schluss für die FDP. Den Liberalen schafften knapp mit 5,1 Prozent die Rückkehr in den Landtag, die Linken scheiterten mit 3,2 Prozent erneut.

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