Analog zu Biosimilars

Lauterbach fordert Notfallzulassung für Curevac

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Coronavirus in Deutschland: Spahn zur aktuellen Lage
Berlin -

SPD-Gesundheitsexperte Professor Dr. Karl Lauterbach hat sich dafür ausgesprochen, dem Impfstoff von Curevac eine Notfallzulassung zu erteilen. Außerdem könnte es eine Idee sein, den freien Verkauf von Selbsttests zu verbieten.

Lauterbach zufolge geht es darum, möglichst schnell möglichste viele Menschen zu impfen. Denn was die Mutationen angehe, sei man derzeit in einer „sehr gefährlichen Situation“: Einerseits gebe es angesichts der Fallzahlen einen hohen Selektionsdruck, andererseits seien zu wenig Menschen geimpft.

Deshalb sprach sich Lauterbach dafür aus, die Erstimpfung vorzuziehen und den Abstand zur Zweitimpfung maximal auszureizen. Denn die Hauptwirkung werde bei der Erstimpfung erzielt, Lauterbach sprach von 80 Prozent. „Es hat größte Bedeutung, dass das konsequent umgesetzt und kontrolliert wird.“ Es gebe keinen Nachteil einer Verschiebung, andererseits könnten in der dritten Welle so 8000 bis 14.000 Leben gerettet werden.

Außerdem regte Lauterbach eine Notfallzulassung des Impfstoffs von Curevac an. Hintergrund sei, dass er ähnlich wirke wie die Vakzine von Biontech. Entsprechend könne man eine vereinfachte Zulassung analog zu Biosimilars vorsehen. „Das bereiten wir derzeit ohnehin schon vor, denn wir können nicht Impfstoffe gegen Mutationen jedes Mal durch das komplette Zulassungsverfahren schicken.“

Seiner Meinung nach müssen auch junge Menschen geschützt werden, denn auch wenn die Todesfälle seltener seien, gebe es zahlreiche Komplikationen. Aktuell betreffe die neue Virusvariante vor allem Kinder und Jugendliche. Aufgrund des geringeren Atemvolumens seien sie vom ursprünglichen Typ weniger betroffen und damit weniger ansteckend gewesen. „Aber dieser Vorteil ist weg.“ Da jetzt eine geringere Viruslast ausreiche, seien Kinder deutlich häufiger Überträger der Infektion.

Der Anstieg der Fallzahlen sei real und mit dem Testen alleine nicht zu beherrschen. Maximal ein Drittel der Infektionen ließe sich auf die häufigeren Tests zurückführen.Aber systematische Tests zweimal pro Woche in Schulen und Betrieben ließe sich der R-Wert um 0,3 bis 0,4 absenken. „Diese Möglichkeit sollten wir nicht verschenken.“ Dies sei die wichtigste „Brückentechnologie“. Bei mangelnder Verfügbarkeit müsse man darüber nachdenken, den freien Verkauf einzuschränken.

 

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