Apothekenhonorar

KKH-Allianz: Verdacht auf Klientelpolitik

, Uhr

Die KKH-Allianz reiht sich in die Reihe der Widersacher gegen eine Erhöhung des Fixhonorars ein: Die Forderung der Apotheker nach einer deutlichen Anhebung des Apothekerzuschlags müsse genauestens geprüft werden, so Vorstandschef Ingo Kailuweit: „Alle Beteiligten täten gut daran, den Anschein der Klientelpolitik zu vermeiden.“

Der GKV-Spitzenverband hatte zuvor moniert, dass eine Anpassung des Fixhonorars nicht ausreichend begründet sei. Die KKH-Allianz schließt sich dem an: „Sollte der Zuschlag erhöht werden, müssten entsprechende betriebswirtschaftliche Kennzahlen dies begründen können“, so Kailuweit. Ein erneuter Ausgabensprung bei den Kosten für Arzneimittel müsse auf jeden Fall verhindert werden.

Ohnehin drehe sich die Preisspirale nach den ersten durch das AMNOG eingefahrenen Einsparungen wieder nach oben: Im ersten Halbjahr habe die KKH-Allianz 5,9 Prozent je Versichertem mehr für Medikamente ausgegeben als im ersten Halbjahr 2011. Hauptgrund für den Anstieg sei ein erhöhter Durchschnittspreis für Arzneimittel: „Insbesondere patentgeschützte teure Arzneimittel sind wieder häufiger verordnet worden“, erläuterte Kailuweit. „Offenbar war der zwischenzeitliche Stopp des Kostenanstiegs nur eine kurze Episode.“

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
ApoRetrO – Der satirische Wochenrückblick
Gesundheits-Allianz holt Klingbeil-Milliarden zurück
Kaum Wachstum, kaum Gewinn
Linda: Die fetten Jahre sind vorbei
Parfümeriekette in der Krise
Douglas: Hohe Verluste, Prognose gekappt
Mehr aus Ressort
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Klingbeils Kassen-Plünderung
Apotheke ist keine Inkassostelle
LAV: Kassen sollen Zuzahlung selbst eintreiben

APOTHEKE ADHOC Debatte