Kürzung der Vergütung ab 8. Juli

Impfzertifikate: BMG fordert persönliches Erscheinen

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Das bedeutet, dass jeder, der sein Impfzertifikat erhalten möchte, persönlich in der Apotheke erscheinen muss. Bisher konnten Apotheken auch Zertifikate für Personen ausstellen, die nicht persönlich in der Offizin standen. Dies war immer dann möglich, wenn die Apotheke plausibel nachvollziehen konnte, dass es sich beispielsweise um Familienangehörige handelte. Ab 8. Juli wird vorraussichtlich ein persönliches Erscheinen Pflicht.

Zur Begründung für die Honorarkürzung nur wenige Wochen nach dem Start führt das BMG aus, die derzeit geltenden Vergütungsbeträge berücksichtigten insbesondere den initialen Aufwand der Leistungserbringer. „Mit der vorgesehenen Vergütung soll neben dem anfallenden Arbeitsaufwand bei der Ausgabe des Covid-19-Impfzertifikates auch der Zusatzaufwand für die Schulung des Personals im Hinblick auf die Missbrauchsverhinderung, die IT-Ausstattung, die Registrierung und die Einrichtung der Arbeitsprozesse bei den Leistungserbringern finanziert werden. Zugleich galt es einen Anreiz für die rasche Teilnahme der Leistungserbringer zu schaffen, um nicht zuletzt den Umsetzungsanforderungen des Rechts der Europäischen Union gerecht werden zu können.“

Bislang seien mehr als 22,5 Millionen Zertifikate, davon mehr als 7 Millionen in den Apotheken ausgestellt worden. „Damit ist eine erfolgreiche flächendeckende Einführung des Covid-19-Zertifikates erfolgt. Die erfolgreiche Einführung ermöglicht zugleich die Vergütungsbeträge anzupassen.“ Damit trage man dem „reduzierten Aufwand der Leistungserbringer“ Rechnung.

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