Baden-Württemberg

Hitze-Taskforce: Apotheken in Phase 2

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Berlin -

Wegen der Temperaturrekorde gibt es in Baden-Württemberg eine Hitze-Taskforce. Dabei sollen bereits bestehende Hitzeschutz-Aktivitäten im Land enger vernetzt und ausgebaut werden. Die Apotheken werden in der zweiten Phase mit einbezogen.

Nur die wenigsten Menschen gehen mit Beschwerden, die durch Hitze ausgelöst werden, zum Arzt. Das ergab eine Umfrage im Auftrag der DAK Gesundheit. Jede dritte Person kämpft bei Hitze mit Müdigkeit, Schlafproblemen oder Kreislaufbeschwerden. Frauen leiden mehr als Männer.

In Baden-Württemberg will Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand mit einer Taskforce helfen. Diese sei eingerichtet worden, um die zahlreichen bereits bestehenden Hitzeschutz-Aktivitäten im Land – etwa von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und bei der Medikamentenversorgung – enger zu vernetzen und gezielt auszubauen sowie die Bevölkerung noch besser über Hitzeschutzmaßnahmen zu informieren.

Guter Kontakt mit Apotheken

Die Landesapothekerkammer ist demnach bereits Mitglied des Aktionsbündnisses Klimawandel und Gesundheit Baden-Württemberg, das vom Kompetenzzentrum Klimawandel und Gesundheit koordiniert werde. „In der zweiten Phase der Taskforce, die noch im Laufe des Jahres beginnen werden soll, werden relevante Kammern und Verbände wie beispielsweise die Landesapothekerkammer mit einbezogen“, sagt ein Ministeriumssprecher. Mit den Apotheken bestehe daher bereits eine gute Zusammenarbeit im Themenfeld Klimawandel und Gesundheit. „Die Rolle der Apotheken in Hitzewellen wird dann im Rahmen der Taskforce gemeinsam mit der Landesapothekerkammer erörtert werden.“

Hildenbrand sagte: „Durch den Klimawandel werden Extremhitzeereignisse künftig zunehmen. Das bedeutet, dass Hitzeschutz nicht nur eine kurzfristige, sondern vor allem auch eine langfristige Aufgabe ist, die Bund, Länder, Kommunen und Einrichtungen betrifft. Wir möchten ein deutliches Zeichen setzen, dass wir vorausschauend mit den Folgen des Klimawandels und dem Thema Hitzeschutz umgehen. Ganz konkret geht es darum zu helfen, hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle zu vermeiden, Einrichtungen handlungsfähig zu halten und die Folgen extremer Hitze für Gesellschaft und Gesundheitswesen zu begrenzen.“

Arzneimittel bei Hitze richtig lagern

Der sachgerechte Umgang mit Arzneimitteln sei ein wichtiger Bestandteil des gesundheitlichen Hitzeschutzes. Hohe Temperaturen könnten die Qualität, Stabilität und Wirksamkeit von Arzneimitteln beeinträchtigen. Medikamente sollten grundsätzlich entsprechend den Herstellerangaben gelagert werden.

Die besonders gefährdeten Personengruppen sind: ältere, vor allem alleinlebende Menschen, chronisch oder psychisch kranke und pflegebedürftige Menschen, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, Obdachlose und Menschen, die schwer körperlich und/oder im Freien arbeiten. Hildenbrand appellierte daher: „Hitze ist bereits heute eines der größten klimawandelbedingten Gesundheitsrisiken und belastet uns alle. Achten Sie auf sich, aber auch auf andere. Gemeinsam können wir gut durch diese außergewöhnlich heißen Tage kommen.“

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