Grundrente: Viele PTA können auf höhere Rente hoffen

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Berlin - Einigung nach monatelangem Koalitionsstreit: Hunderttausende Bezieher kleiner Renten sollen ab 2021 eine Grundrente bekommen. Zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Menschen sollen den Rentenaufschlag erhalten – darunter auch viele PTA. Nach 35 Betragsjahren dürften die Rentenanwartschaften der meisten PTA unter 1250 Euro, der Grenze für die Grundrente ab 2021, liegen. Bis zu einem Gesetz gilt es allerdings noch eine Hürde zu überwinden: die Zustimmung der CDU/CSU-Fraktion.

Vorangegangen war ein monatelanger Streit um die Grundrente. Im Koalitionsvertrag war festgehalten, dass die Menschen ab 35 Beitragsjahren mit dem Zuschlag nach einer Bedürftigkeitsprüfung 10 Prozent über der Grundsicherung liegen sollten. Hiervon weicht der Kompromiss nun ab: Stattdessen soll es eine umfassende Einkommensprüfung geben. Dabei soll ein Freibetrag gelten.

Gezahlt werden soll die Grundrente bis zu einem Einkommen zuzüglich Rente und Kapitalerträgen von 1250 Euro bei Alleinstehenden und 1950 Euro bei Paaren. Die Einkommensprüfung soll „automatisiert und bürgerfreundlich“ durch einen Datenaustausch zwischen Rentenversicherung und Finanzämtern erfolgen.

Den Zuschlag bekommt, wer 35 Jahre mit Beiträgen aus Arbeit, Pflege oder Erziehung aufweist, aber nur wenig verdient hat. Die Kosten sollen bei 1 bis 1,5 Milliarden Euro liegen. Finanziert werden soll dies ausschließlich aus Steuermitteln – etwa durch die geplante Finanztransaktionssteuer. Mit der Grundrente werden die Entgeltpunkte aufgewertet. Über diese wird die Rente errechnet – ein Durchschnittsverdiener bekommt pro Jahr einen Punkt. Für jeden Punkt gibt es derzeit im Westen 33,05 Euro Rente und im Osten 31,89 Euro. Wenn die Entgeltpunkte im Schnitt der 35 Jahre nur zwischen 0,4 und 0,8 liegen, werden diese mit der Grundrente nun auf maximal 0,8 erhöht.

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