Nationales Gesundheitsportal

Google vermarktet Spahns Gesundheitsinfos

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Berlin -

Der Internetriese Google vermarkte das kürzlich an den Start gegangene Nationale Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Bei einer medizinischen Stichwortsuche präsentiert die Suchmaschine künftig die Antworten der Plattform Gesund.bund.de in einem prominent hervorgehobenen Infokasten. Wer im Internet nach verlässlichen Informationen zu Gesundheitsthemen wie Grippe, Migräne oder Allergien sucht, wird laut BMG somit künftig leichter fündig.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig seriöse Gesundheitsinformationen sind. Denn nur wer fundierte Informationen hat, kann sich und andere schützen. Mit dem Nationalen Gesundheitsportal wollen wir Bürgerinnen und Bürger auch jenseits von Corona zu Fragen rund um ihre Gesundheit informieren. Dabei hilft die Zusammenarbeit mit Google. Wer nach Gesundheitsthemen im Internet sucht, findet künftig noch leichter zu unserem Nationalen Gesundheitsportal.“

Diese Infokästen – sogenannte Knowledge Panels für Gesundheitsthemen – stehen bereits für mehr als 160 Krankheiten zur Verfügung. Durch einen Link gelangen Nutzer direkt zum jeweiligen Artikel im Nationalen Gesundheitsportal.

Philipp Justus, Vice President Google Zentraleuropa: „Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit haben wir bereits in den vergangenen Monaten zusammengearbeitet, um Menschen jederzeit schnell und einfach aktuelle und verifizierte Informationen zum Coronavirus bereitzustellen. Diese wertvolle Zusammenarbeit erweitern wir nun auf zahlreiche weitere Gesundheitsthemen. Immer mehr Menschen nutzen Google, um verlässliche Informationen zu Symptomen oder Krankheiten zu finden – und die Knowledge Panels für Gesundheitsthemen auf Basis des Nationalen Gesundheitsportals erfüllen genau diese Nachfrage.”

Dass Gesundheitsinformationen bei Nutzern besonders gefragt sind, zeigen aktuelle Google Trends aus Deutschland: So ist das Interesse an Gesundheitsthemen in den letzten Jahren konstant gestiegen – allein in den vergangenen zwei Jahren um 19 Prozent. Im gleichen Zeitraum verzeichnete der Suchbegriff „Symptom” einen Anstieg von 84 Prozent. Seit April wurde zudem häufiger nach Themen wie „Migräne” (+5 Prozent) und „Allergie” (+9 Prozent) gesucht.

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