Bönig bringt Gesundheitskarte für Flüchtlinge

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Bönig ist schon einen Schritt weiter: Er ist auf den Zug aufgesprungen und bietet Kommunen derzeit als Alternative seine eigene Health-Card für Flüchtlinge an. Aus Sicht von Bönig erfüllt die Karte auf Anhieb den Bedarf nach schneller, unbürokratischer Hilfe für die Flüchtlinge. Die Karte soll die Kommunen zwischen drei und fünf Euro kosten, je nach Druckmenge. Weitere Kosten kämen auf die Kommunen nicht zu.

Bei der Registrierung in den deutschen Behörden soll ein Vitabook-Gesundheitskonto angelegt werden, in dem die Eckdaten der Person und ihrer Familie hinterlegt werden. Akute Zustände und aktuelle Medikamente können ebenfalls erfasst werden, genauso wie die Kostenübernahmeerklärung der Kommune. Damit ist die Karte aktiviert und kann dem Asylbewerber ausgehändigt werden.

Mit der Karte kann der Asylbewerber zum Arzt gehen. Der soll die Rechnung in das Gesundheitskonto des Flüchtlings hochladen. Dann lande sie sofort im Posteingang der Kommune, erklärt Bönig. Auf Rezepten werde die Kommune als Kostenstelle angegeben. Die Abrechnung erfolge also direkt, „ohne dass Krankenkassen dazwischen geschaltet werden müssen“, so Bönig. Im niedersächsischen Geestland soll die Karte ab der kommenden Woche eingesetzt werden. Andere Gemeinden geben sich inzwischen eher abwartend und warten auf ein Signal aus Berlin.

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