Vier Jahre Friedemann Schmidt: Wo steht die ABDA?

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München - Mit dem Ende des Deutschen Apothekertages 2016 (DAT) in München neigt sich die erste Amtszeit von Friedemann Schmidt als ABDA-Präsident dem Ende zu. Er hat die Führung der Apotheker 2012 in schwieriger Zeit übernommen. Er hat Vieles versprochen und Einiges erreicht. Schmidt hat nach innen Akzente gesetzt, nach außen über die Berufsöffentlichkeit hinaus weniger gewirkt. Seine Kritiker vermissen Strahlkraft und Durchsetzungsfähigkeit. Eine Bilanz von Lothar Klein.

Es war ein Apothekertag des Übergangs. Nicht nur Schmidts Amtszeit geht zu Ende. Die Gesundheitspolitik der Großen Koalition befindet sich auf der Zielgeraden. Das hat dem Apothekertag politische Statements weitgehend erspart. Rechtzeitig hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) die versprochene Honorarerhöhung für Rezeptur-BtM-Gebühren auf dem Silbertablett serviert und dazu sogar noch ein Sahnehäubchen oben drauf gepackt: das Verbot von Zyto-Ausschreibungen.

Das kann sich auch Schmidt in seiner Bilanz gutschreiben. Das Verhältnis zur Politik ist wieder gekittet. Wer will da noch meckern und machtvolle Resolutionen verabschieden? Der Apothekertag konnte sich also zurücklegen und entspannen. Auch die wirtschaftliche Lage der meisten Apotheken kann sich sehen lassen.

Mit seinem philosophischen Lagebericht hat Schmidt zwar weder die Herzen der Delegierten noch die alltäglichen Sorgen der Apotheker in ihren Offizinen erreicht. Er hat an die Adresse seiner Kritiker seine Sicht der Apothekerwelt dargelegt. Wer ihn für eine weitere Amtszeit als ABDA-Präsident wählen will, muss damit zufrieden sein.

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