Substitutionsregeln

BPI: Apotheker und Kassen am Zug

, Uhr

Mit der AMG-Novelle können die Apotheker mit den Krankenkassen künftig eine Substitution bei kritischen Erkrankungen ausschließen. Die Hersteller begrüßen die Neuregelung: Der Gesetzgeber habe damit ein Zeichen gegen die Versorgungsverschlechterungen gesetzt, die einige Krankenkassen im Rahmen ihrer Rabattverträge in Kauf genommen hätten, kommentierte der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI).

Hinsichtlich der Liste der Krankheiten, bei denen der Austausch verboten ist, seien nun der GKV-Spitzenverband und der Deutsche Apothekerverband (DAV) gefordert. Der BPI habe schon lange hingewiesen, dass ein Austausch von Präparaten bei kritischen Indikationen riskant sei, da bereits kleine Schwankungen im Wirkspiegel Folgen hätten.

„Wichtig ist nun, dass die Einsicht der Politik, dass es hier um die Versorgung geht, auch Einzug in die Verhandlungen der Apotheker mit der Selbstverwaltung findet“, so Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BPI.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
NEM für Erwachsende verabreicht
Wieder Vitamin-D-Vergiftung bei Säugling
Streichung der Erstattungsfähigkeit
Cannabisversorgung: Lob für GKV und KBV
Mehr aus Ressort
Bundesregierung prüft Umsetzungsbedarf
Second-Hand-Medikamente: Wiederabgabe nicht verboten
Kritik an Gesetzgebungsverfahren
Länder verärgert über Hauruck-Sparpaket

APOTHEKE ADHOC Debatte